Wie ich es geschafft habe, der Essstörung mit Diät-Dauerschleife zu entkommen, Routinen zu entwickeln und meine durch ADHS gestörten Essgewohnheiten zu verstehen – und das alles trotz Kinderwunsch, Brustkrebs, Chemotherapie, Wechseljahre und Insulinresistenz.
Ich kann dir gar nicht sagen, seit wie vielen Jahren ich an diesem Beitrag über mein Gewicht und mein Essverhalten schon schreibe. Immer wieder hab ich die Notiz in meiner Notizen-App geöffnet und meine Gedanken niedergeschrieben. Ich wollte gerne eine "so hab ich es geschafft abzunehmen"-Geschichte erzählen. Ich wollte zeigen, dass wenn man nur eifrig genug am Ball bleibt, es für jeden Menschen gleichermaßen funktionieren kann.
Doch - Überraschung - dem ist nicht so.
Es gibt so viele Gründe, Krankheiten und Lebenssituationen, die das Thema Essen und Ernährung jedes Mal aufs Neue auf den Kopf stellen. Gründe, die dich immer wieder zurückwerfen und du wieder ganz von vorne beginnst.

Ich glaube das ist mein längster Blogbeitrag bisher. Um den Überblick zu behalten, habe ich den Beitrag in verschiedene Themen aufgegeliedert, weil das Gewicht nicht nur aus Essen besteht, sondern von so viel mehr bestimmt wird.
Nachfolgend möchte ich dir meine Gedanken und meine Geschichte zu folgenden Stichpunkten erzählen:

Als Kind hatte ich mit meinem Gewicht nie Probleme. Ich bin auf dem Dorf groß geworden. Wir waren eigentlich immer irgendwo draußen unterwegs. Auch während der Schulzeit oder meiner 1. Ausbildung in einer Druckerei, musste ich mir um mein Gewicht keine Gedanken machen, weil ich auch da den ganzen Tag auf den Beinen war, immer genug Bewegung hatte und mein Stoffwechsel vermutlich noch ein ganz anderer war als heute.
Schwierig wurde es, als ich 2004 die 2. Ausbildung zur Mediengestalterin gestartet habe. Man sitzt 8 Stunden im Büro und kann das in der Freizeit nur schwer ausgleichen. Wenn es dann noch einen „Süßigkeitenstand“ in der Abteilung gibt, wo alle Kollegen immer wieder neue Köstlichkeiten bereit stellen, wird es für mich schier unmöglich mein Gewicht zu halten.
Die Waage kletterte zum ersten Mal in meinem Leben über die magische Grenze von 70 kg und ich fühlte mich damit gar nicht wohl.
Es soll ja Menschen geben, die an einer Schüssel Süßigkeiten vorbeigehen können, ich konnte das nicht. Öffnete ich eine Tüte Chips oder eine Tafel Schokolade, aß ich sie auf. Eine Packung Toffifee oder eine Schachtel Gebäckmischung? Nichts leichter als das. In meiner Jugend hab ich einmal 5 Tafeln weiße Schokolade auf einmal gegessen. Kein Problem für mich, nur die Sache mit dem Toilettengang wurde dann für ein paar Tage schwierig. 🙈
Ich kannte oft einfach keine Bremse. Ich hatte eigentlich immer Hunger. Und wenn ich keinen Hunger hatte, dann hab ich darüber nachgedacht, was ich als nächstes essen könnte, sollte oder müsste. Unterm Tag hab ich es oft gut geschafft, damit klar zu kommen, aber spätestens am Abend hätte ich dann alles gleichzeitig in mich reinschaufeln können.
Erst salzig, dann wieder süß, danach gerne wieder salzig. Ein Teufelskreis, der nicht selten so lange ging, bis mir schlecht war ... und selbst dann ging noch ein Stückchen von irgendwas. Völlig überladen, mit flauem Magen und Übelkeit schläft man dann vor dem Fernseher ein, wird müde und träge.
Mein Mann hat oft zu mir gesagt: "Ich weiss nicht, ob es dir gerade bewusst ist, aber du frisst gerade wie ein Schwein" ... nein, es war mir nicht bewusst. 😔

Im Sommer 2008 hatte ich einen Versuch gestartet mit WeightWatchers abzunehmen. Ich kann mich noch gut an den ersten Tag erinnern, als ich voller Begeisterung gestartet hatte. Es gab eine Liste mit einer riesigen Auswahl an Lebensmitteln und meine berechnete Punkteanzahl, die ich jeden Tag essen durfte: 20!
Gefrühstückt hatte ich nichts, denn ich wollte ja abnehmen. Mittags waren wir dann mit den Arbeitskollegen im Biergarten. Gegessen habe ich eine Bratwurstsemmel mit 2 Würstchen:
1 Bratwurst = 10 Punkte
1 Semmel = 2 Punkte
MÖP! ... und schon war ich am ersten Tag 2 Punkte über dem Limit. 😂
Ich bin dann Abends noch eine Runde Inline Skates gefahren, um mir Punkte dazu zu verdienen, um zumindest noch eine Kleinigkeit essen zu dürfen.
Das ganze Theater hab ich dann einige Wochen durchgehalten und schnell 5kg abgenommen. Ich fühlte mich wunderbar. Doch dann kam der Urlaub mit meiner Schwägerin: Mädelsurlaub auf Mallorca. Das Punkte zählen war mir im Urlaub zu stressig ... nach dem Urlaub hab ich gar nicht erst wieder angefangen damit und bis ich schauen konnte hatte ich schneller mehr als 5kg wieder auf der Waage. Hallo JoJo-Effekt!
Ich hatte das Thema Essen & Ernährung einfach nicht verstanden.

Deutlich besser hat das Abnehmen oder Halten des Gewichts mit YAZIO funktioniert. Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass mir die YAZIO APP ➚ einen völlig neuen Blick auf das Thema Essen und Abnehmen gegeben hat und sicher großen Anteil daran hat, dass ich es heute geschafft habe meine Ernährung in den Griff zu bekommen. Doch schnell und einfach geht auch das nicht.
Wie sich erst vor kurzem herausstellte, hatte ich völlig falsche Werte hinterlegt, die ich jeden Tag erreichen wollte. Ich hielt mich also fleissig an das Tageslimit, schaffte es mein Gewicht zu halten, hatte aber sehr stark mit Heißhunger-Attacken zu kämpfen. Weil das, was ich gegessen hatte, zwar genau mein Kalorienziel erfüllte, mich aber nicht satt machte. Nach jeder "ich kann es wirklich schaffen" Phase, folgte deswegen eine "ich hab keine Lust mehr und stopfe einfach alles in mich rein" Phase. Was ja nun wirklich gar keinen Sinn macht.
Die YAZIO App war es auch, die mich auf die verrückte Idee gebracht hat eine Zeit lang komplett auf Zucker zu verzichten. Ich konnte es nicht fassen, wie gut mir das getan hat. 20 Tage habe ich durchgehalten und auf jeglichen Industriezucker verzichtet. Ich war deutlich fitter, wacher und nicht mehr so träge und müde.
Das war eine wichtige Erkenntnis, doch ein Leben ganz ohne Zucker? Für mich unvorstellbar. Inzwischen esse ich Zucker ganz bewusst. Am liebsten NACH einer guten Hauptmahlzeit. In einer gut überlegten Portion. Und dann mit Genuss.
An dieser Stelle ein erstes Danke an meine Freundin Jasmin, die mir das Buch "Der Glukose-Trick von Jessie Inchauspé" ➚ empfohlen hat. Es hat wohl mein Leben verändert.
Früher war ich eigentlich nur am Essen. YAZIO hat mir gezeigt, wie wichtig es ist Pausen zwischen den Mahlzeiten einzuhalten und, dass man dem Körper die Chance geben muss das Gegessene zu verarbeiten.

Vor der Schwangerschaft meiner ersten Tochter mit 25 Jahren hatte ich bereits 72kg bei einer Körpergröße von 176cm. Zufrieden war ich damit nicht. Mit der Schwangerschaft nahm ich dann 11kg zu, hatte danach aber schnell wieder mein altes Gewicht. Auch meine alten Hosen konnte ich bald wieder tragen.
Nach der Geburt, so schnell wieder auf dem alten Gewicht zu sein, fühlte sich aber gut an. Denn viele Mamas aus den Krabbelgruppen, konnten das nicht von sich behaupten.
Anders sah es bei Schwangerschaftsversuch Nr. 2 aus: Erst klappte es nicht, dann hatte ich einen Abgang und als es dann endlich wieder geklappt hat, musste ich mich schonen, weil ich starke Einnistungsblutungen hatte.
Die drei Jahre mit Kinderwunsch, Hormontabletten und Co. waren geprägt von der Angst, Sport zu treiben oder mich aktiv zu bewegen, weil ich immer das Gefühl hatte, dass, wenn da etwas ist, es dann (wieder) abgehen könnte. Rückwirkend betrachtet, glaube ich, dass ich mir da einfach viel zu viel Stress gemacht hab. Aber sag das mal einem Menschen mit ADHS, der nicht weiß, dass er ADHS hat ...
Mit der Geburt meiner zweiten Tochter stieg auch mein Gewicht weiter an: Ich hatte jetzt 76kg und fühlte mich sehr unwohl damit. 76kg bei einer Körpergröße von 173cm bedeutet eben einfach, dass ich an der Grenze zum Übergewicht war ... und das ist einfach ungesund.
Doch konnte ich mein Gewicht mit zwei kleinen Kindern verändern? MÖP. Nein. Mit Kindern isst man entweder kalt, mal schnell zwischendurch oder am Abend, wenn dann endlich Ruhe ist.
Mein Gewicht zu kennen, hat mir schon immer auch geholfen es im Griff ... oder zumindest keine extremen Schwankungen zu haben. Nach der Geburt meiner zweiten Tochter haben wir uns deshalb eine smarte Body+ Körperfettwaage von Withings ➚ gekauft und sind nach wie vor sehr zufrieden damit.
Sie zeichnet nicht nur das Gewicht auf, sondern misst auch die Körperzusammensetzung aus Muskeln und Fett. Nach jedem Wiegevorgang zeigt sie außerdem das heutige Wetter und den aktuellen BMI. Am Gewicht erkennt sie auch, wer aus der Familie gerade auf der Waage steht und ordnet den Wert korrekt zu.
Mit YAZIO habe ich gelernt, dass es wichtig ist, sich immer zur gleichen Zeit zu wiegen. Mein Wiegetag ist Mittwochmorgen.

Die Grafik startet im Jahr 2016, nach der Geburt meiner 2. Tochter. Ich wog 76kg und war alles andere als zufrieden. Eigentlich wollte ich ja lieber wieder in Richtung 70kg, statt steil auf die 80kg zuzugehen. Doch ich habe es nicht annähernd geschafft. Im Gegenteil ... ich hatte mein Essverhalten nicht im Griff.
Der Höhepunkt wurde dann Ende 2021 erreicht. In diesem Jahr bekam ich meine Brustkrebs-Diagnose und über mehrere Monate Chemotherapie. Danach wog ich so viel wie zum Ende der Schwangerschaft meiner 2. Tochter - nur ohne Baby im Bauch. 🙈
Ich war aufgeschwemmt von den Chemo-Medikamenten, schaffte es aber in den Folgemonaten (fast) wieder auf mein altes Gewicht zu kommen. Danach stieg es jedoch wieder unaufhaltsam an. Die Zahl 80 wurde zu meinem Sinnbild für Übergewicht, das es zu besiegen gilt.
... und wie du sehen kannst, gibt es da einen kleinen Haken am Ende. Mit der Ernährungsumstellung bin ich seit einigen Monaten schon auf einem richtig guten Weg. Das darf ruhig so weiter gehen.
Ein Wert, der mich dabei ganz besonders freut: Der Fettanteil in meinem Körper sinkt. Der Muskelanteil steigt. 😍

Mit der Brustkrebs-Diagnose kamen mir natürlich (!!!) auch die Gedanken, ob ich daran jetzt selbst Schuld bin, weil ich mein Essverhalten nicht im Griff hatte, mich nicht gesund genug ernährt habe und übergewichtig bin. Doch bei meiner Suche nach dem WARUM, fand ich mindestens 10 Gründe, 9 davon hatten nichts mit der Ernährung zu tun. Bei mir ist es viel wahrscheinlicher, dass die familiäre Veranlagung der Grund dafür ist, auch wenn keines der bekannten Brustkrebs-Genen bei mir nachgewiesen werden konnte.
Ausführlicher kannst du das in meinem Brustkrebstagebuch nachlesen: Warum ich? Auf der Suche nach dem Brustkrebsgen
Auf der Website des www.krebsinformationsdienst.de fand ich eine ausführliche Auflistung der Risikofaktoren, welche wirklich relevant sind oder bereits widerlegt.
"Ob sich eine Frau reich an Obst und Gemüse ernährt oder ob sie dies nicht tut, scheint für ihr Brustkrebsrisiko beispielsweise keine Rolle zu spielen."
Das zu lesen hat wirklich gut getan. Auch wenn es Menschen in meinem Umfeld gab, die mir versucht haben das Gegenteil einzureden. Und nein, ich fühlte mich trotzdem nicht wohl in meinem Körper, das hat damit ja nichts zu tun, ich wusste bzw. schaffte es zu diesem Zeitpunkt aber einfach nicht besser.
So viel wog ich noch nie. Und trotzdem musste ich dankbar sein, überhaupt noch am Leben zu sein. Ich musste mich auf das Überleben konzentrieren. Egal, zu welchem Preis und mit welchem Gewicht ich hinterher aus der Sache rauskam – Hauptsache krebsfrei!
Während der Chemo hatte ich viel Austausch mit Gleichgesinnten. Oft wurde auch von einer starken Abnahme oder extremen Zunahme berichtet. Oft blieb es nicht "nur" bei 5kg.
Das Thema Essen war während der Chemo extrem schwierig. Es gab Phasen, da konnte ich nur Eiswürfel lutschen, weil die Chemo meine Schleimhäute so angegriffen hatte. Nach anderen Chemos hatte ich dann extremen Hunger.
Dazu kam die psychische Belastung, die mit der Krankheit einherging ... und psychische Belastung und Stress bedeuteten für mich immer auch Fressattacken.
Gerne hätte ich mehr Sport gemacht, aber während der Akuttherapie ist man oft einfach viel zu kaputt, müde und zu schwach um wirklich Sport machen zu können. Es gab Momente, da konnte ich das Bett nicht verlassen, weil mich meine Beine nicht getragen hätten.
Meine 3 Tipps, wie Sport trotzdem (ein bisschen) gelingt, kannst du in meinem Brustkrebs-Tagebuch nachlesen.

Einer der großen und wichtigen Bausteine für eine gesunde Lebensweise und um sein Gewicht zu halten ist das Thema Sport ... und ja, auch Kraftsport gehört essenziell mit dazu!
Dr. Mai Thi Nguyen-Kim hat in ihrem Format MaiThink X fur das ZDF ➚ auch eine sehenswerte Sendung zum Thema Muskelaufbau erstellt.
Seit ich krebsfrei bin und meine Kraft zurückerobert habe, gehe ich regelmässig zum Sport:
Diese Termine sind gesetzt. Stehen fest im Kalender und werden nicht verschoben - Punkt!
Einzige Ausnahmen: Wir sind im Urlaub. Meine Kinder sind krank und es lässt sich keine Betreuung organisieren. Ich bin krank oder fühle mich nicht gut. An jedem anderen Tag ziehe ich an diesen Tagen morgens meine Sportklamotten an und fahre los.
… und während andere in ihren Geräten sitzen als würde sie jemand zwingen etwas Gutes für ihren Körper zu tun, hüpfe ich tanzend durch die Geräte wie Hugh Grant durchs Treppenhaus bei Tatsächlich Liebe.
Früher hatte ich immer wieder Verträge in diversen Studios, Einheiten zum Rehasport oder eine 10er Karte beim Zumba. Durchgehalten hab ich es nie.

Ich kann verstehen, dass diese Dringlichkeit bei einem "gesunden" Menschen nicht gegeben ist. Aber sind wir mal ehrlich, hast du Herz-Kreislauf-Probleme, Schlafschwierigkeiten, Stress, Rückenschmerzen, Nackenschmerzen oder ziept es hier und da? Dann würde es DIR auch nicht schaden regelmäßig ins Trainings zu gehen und Kraftsport oder Ausdauereinheiten zu machen.
Einen gesonderten Beitrag, mit richtig guten Argumenten für Kraftsport bei Frauen, findest du in meinem Blog unter Warum Krafttraining für Frauen sinnvoll und wichtig ist.
Auf die Chemotherapie folgte die Anti-Hormon-Therapie und damit die Wechseljahre. Denn ich bekomme seit inzwischen 5 Jahren alle 3 Monate eine Spritze die mich künstlich in die Wechseljahre versetzt. Ich habe keine Periode mehr, dafür aber jede Menge Probleme, wie ich sie nur von älteren Damen kannte.
... höre ich eine Arbeitskollegin sagen. Damals hab ich nicht viel darauf gegeben. Denn dafür, wieviel ich gegessen habe, hielt sich mein Gewicht ja wirklich in Grenzen. Seit einigen Jahren weiss ich jetzt aber ganz genau was sie meinte.
Der Stoffwechsel macht was er will und der Kampf mit dem Gewicht war schlimmer als jemals zuvor.

Im Dezember 2024 bekam ich dann die Diagnose ADHS. Was das für mich bedeutet und wie es dazu kam, kannst du ausführlich in den ersten beiden Beiträgen hier in meinem ADHS Tagebuch nachlesen.
Jedenfalls stellte ich damit mein komplettes Leben in Frage. Wer bin ich? Warum bin ich so wie ich bin? Und wie möchte ich in Zukunft damit umgehen? Steht mein schwieriges Essverhalten vielleicht sogar im Zusammenhang mit ADHS?
Bei Erwachsenen mit ADHS haben nur etwa 5–10 % keine weitere psychische Begleiterkrankung. Rund 3–9 % erfüllen zusätzlich die Kriterien einer diagnostizierten Essstörung, was deutlich häufiger ist als in der Allgemeinbevölkerung. Problematisches Essverhalten ohne offizielle Diagnose ist dabei noch gar nicht eingerechnet und betrifft vermutlich deutlich mehr Betroffene. adhs-deutschland.de
Die lebensverändernde Erkenntnis: Menschen mit ADHS neigen dazu, impulsiv zu handeln, was sich auch auf das Essverhalten auswirken kann. Essen wird dann ein Regulator für Stress und Selbstzweifel, die als ADHS Zebra ja allgegenwärtig sind.
Danke für diesen wertvollen Beitrag: www.ndr.de/ratgeber/gesundheit ➚
Ich hatte schon immer Probleme damit mich an geregelte Essenszeiten zu halten. Was für eine gesunde Ernährung ja einfach essenziell wichtig ist. Inzwischen habe ich 3 Wecker auf meinem Handy, die mich an meine Essenszeiten (und die entsprechende Tabletteneinnahme) erinnnern. Gerade das Frühstück hab ich früher oft ausgelassen, weil es mir wichtiger war meinen Ideen im Büro nachzugehen. Hatte ich am Nachmittag Zeit ins Büro zu gehen, war ich oft so im Tunnel, dass ich das Abendessen einfach vergessen habe.
Man müsste jetzt meinen, dass man als Familie mit 2 Kindern eh feste Essenszeiten hat. Wenn man aber bedenkt, dass ich es selbst nicht gebacken bekomme, ADHS oft vererbt wird und es den Kindern ebenso egal ist ob und wie sie essen ... dann wird einem schnell klar, dass das ein Teufelskreis ist, bei dem man sich oft fragt, ob man es überhaupt schaffen kann ein gutes Vorbild und gute Mama zu sein.
Jetzt bimmelt um 10 Uhr und um 18 Uhr der Reminder, dass es Zeit ist, sich aus dem Tunnel zu lösen und den Fokus auf das Essen zu richten. Ein vollwertiges Frühstück mit Skyr, Nussmus, Nüssen und etwas Obst ist zur Routine geworden ... und ich liebs so sehr! Das Frühstück macht mich auch endlich satt, so bleibt der Heißhunger bis zum Mittagessen oder am Nachmittag einfach aus.
Früher habe ich oft vor dem Fernseher gegessen oder im Gespräch mit der Familie einfach reingestopft was ging. Meist war das viel zu viel. Heute gelingt es mir (immer mehr) mich bewusst für bestimmte Mengen und gesunde Lebensmittel zu entscheiden. Ich schneide eine bestimmte Menge Brot auf, ich richte mir eine Schale Karotten her oder ich lege mir ein Stück Schokolade als Nachspeise zurrecht. Wenn die Menge klar ist, genieße ich sie ganz bewusst. Ja, sicher auch manchmal vor dem Fernseher aber deutlich seltener mit der ganzen Tüte, sondern mit einer gut überlegten Portion.
In unserem letzten Urlaub auf Juist hat das jetzt sogar auch außerhalb des Alltags wunderbar geklappt. Mein geliebtes Skyr-Frühstück hatte ich am Anreisetage bereits von Zuhause mit dabei und hab es, am Urlaubsort angekommen, bei Sonnenaufgang am Pilsumer Leuchtturm in aller Ruhe genossen. Essen kann so schön sein.
Für mehr Realität: Natürlich hatten wir im Urlaub auch Currywurst, Pommes und Pizza. Aber das ist nicht schlimm, denn eine gute Ernährungsumstellung, die nachhaltig und langfristig funktioniert, lebt nicht von Verboten.

Erst durch die ADHS-Diagnose – und weil mir immer mehr bewusst wurde, dass ich anders „ticke” als viele andere Menschen – habe ich mich auch intensiv mit meinem Essverhalten beschäftigt. Denn ich liebe Essen. Ich genieße es. Ich zelebriere es. Aber ich habe viel zu oft einfach zu viel und zu ungesund gegessen. Zu viel Zucker, Salz und Fett ... und am schlimmsten: viel zu oft völlig unkontrolliert, heimlich oder aus einem Essensversteck, damit mir keiner etwas wegisst.
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) als Behörde des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) bietet zum Thema Essstörung ein umfangreiches Informationsmaterial an. Besonders lesenswert ist die Internetseite essstoerungen.bioeg.de
Essstörungen sind ernsthafte Erkrankungen, die unbedingt behandelt werden müssen. Vor allem der Umgang mit dem Essen und das Verhältnis zum eigenen Körper sind dabei gestört.
Es gibt 3 Arten von Essstörungen: Ich habe weder Anorexie (Magersucht) noch Bulimie (Ess-Brech-Sucht). Aber bei vielen Symptomen der Binge-Eating-Störung sehe ich mich total.
Ihr Name leitet sich vom englischen Begriff „binge eating“ ab, der für exzessives, übermäßiges Essen steht. „Binge“ bedeutet so viel wie „Gelage“. Menschen mit einer Binge-Eating-Störung leiden unter immer wiederkehrenden Essanfällen. Im Unterschied zur Bulimie versuchen sie jedoch in der Regel nicht, einer Gewichtszunahme durch Maßnahmen wie Erbrechen (Purging) gegenzusteuern.
Ursachen sind Risikofaktoren, die zu einer erhöhten Anfälligkeit für Essstörungen beitragen können. Dazu zählen unter anderem bestimmte Persönlichkeitsmerkmale wie etwa ein niedriges Selbstwertgefühl oder Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper.
Als ich diese Zeilen gelesen habe, musste ich weinen. Das zu wissen, hat so viele Fragen in meinem Leben beantwortet und plötzlich machte alles einen Sinn. Die Sache mit dem Selbstwertgefühl ist bei mir nämlich ... sagen wir: Kompliziert! Ich habe es mir über die letzten Jahre hart erarbeitet. Die Arbeit als Bloggerin hat mir geholfen. Zuspruch, Likes und Herzen für meine Arbeit halfen mir zu sehen, dass ich ja doch "für was gut bin" ... und trotzdem braucht es an manchen Tagen nicht viel Kritik oder falsche Blicke und ich rutsche in ein tiefes schwarzes Loch und komm dann nur schwer wieder raus. Dann werden dunkle Gedanken laut:
Meine Gedanken zum Thema "Depressionen? Wohin mit den ganzen Gefühlen?" möchte ich in einem meiner nächsten Beiträge noch ausführlicher beschreiben.
Im Endeffekt nur die eigene Sucht und nicht seinen Körper. Der wäre nämlich sicher glücklicher, wenn er statt einem Triple-Choc-Chookie einen Äpfel bekäme.
Diese Sichtweise - wieder einmal Danke an Jasmin - hat so viel mit mir gemacht und alles verändert. Jetzt, wo alle Puzzleteile zusammengesetzt waren und ich wirklich verstand was mit mir nicht stimmt, war ich bereit meine Essgewohnheiten endlich in den Griff zu bekommen. Ich konnte Licht am Ende des Tunnels sehen ...

Nach einem Treffen mit meiner Freundin Jasmin, bei dem ich ihr mit ihrer neuen Website www.laufend-optimistisch.de und dem Newsletter geholfen hatte, fragte sie mich, wie es mir geht und ob sie nicht auch was Gutes für mich tun kann.
Ich erzählte ihr von meinem Kampf mit dem Gewicht, von meinen Problemen mit dem Essen und, dass es für mich eine unüberwindbare Hürde zu sein scheint die Sache in den Griff zu bekommen. Allein das Gewicht zu halten war zu diesem Zeitpunkt ein extremer Kraftakt für mich.
Sie holte Zettel und Stift aus dem Schub und schrieb mir einen schnellen "Erste-Hilfe-Plan":
Mindestens 2 bis 3 Liter trinken jeden Tag. Und zwar Wasser oder ungesüßte Tees. Mindestens 100g Eiweis jeden Tag oder zumindest versuchen an die 100 ran zu kommen. Verteilt auf 3 Mahlzeiten mit je ca. 35g. Wo finde ich Eiweis/Protein: Im Griechischen Joghurt, Quark, Skyr, Käse, weissem Fleisch (Pute, Hähnchen) ... und wie wärs mal mit Mandelmus oder Beeren. Wenn Schokolade, dann mit 85% Kakaoanteil = Alles eine Frage der Gewöhnung! Achja, und jeden Morgen ein Glas Zitronenwasser.
Mit diesem Zettel kam das gute Gefühl, dass ich nicht sofort alles ändern muss. Dass sich Gewohnheiten nicht von jetzt auf gleich ändern müssen. Es geht nicht darum ab sofort nur noch Gemüse zu essen. Sondern darum, in kleinen Schritten Veränderungen in die richtige Richtung zu schaffen, die irgendwann zur Routine werden.
Aus dem kleinen Zettel wurde ein ausführliches Anamnesegespräch und daraus ein 8-Wochen-Plan ... und was soll ich sagen? Nach so vielen Jahren hatte ich endlich das Gefühl meine Ernährung voll im Griff zu haben.
Woche für Woche hab ich neue Routinen gefunden und bestehende Routinen gefestigt:
Jasmin hat mich mit dem Plan nicht allein gelassen. Sie hat nachgefragt, hinterfragt, applaudiert, sich mit mir über kleine Schritte gefreut, mir Mut gemacht, wenn es nicht so lief oder alternative Wege gefunden, wenn das auf dem Plan vorgegebene für mich nicht funktioniert hat.
Das Wichtigste bei der Arbeit mit einem Coach: Du musst ehrlich sein. Zu dir selbst, zu deiner Tabelle und erstrecht zu deinem Coach. Nur so kann daraus wirklich Veränderung entstehen.

Im Januar hab ich mir aus all den Erkenntnissen der letzten Monate eine ganz persönliche Wohlfühl-Routine genäht. Das Schnittmuster ➚ findest du in meinem Shop. Diese Checkliste spiegelt die 6 wichtigsten Bausteine zu meinem Wohlbefinden wieder. An Tagen, an denen es mir nicht gut geht und Gefahr besteht, dass ich in ein dunkles Loch falle, schaue ich drauf und sehe sofort was mir fehlt. Körperhygiene, meine Medikamente, gesunde Ernährung, guter Schlaf, Bewegung (am liebsten draußen an der frischen Luft) oder genug zu Trinken.
Einige Aufgaben aus dem 8-Wochen-Plan sind zur Routine geworden und es fällt mir nicht mehr schwer, mich daran zu halten oder mich zumindest daran zu orientieren. Es macht mich glücklich, weil ich merke, dass es mir damit gut geht.
Jasmin hat mich bei unserem Abschlussgespräch erneut gefragt, wie es mir geht. Ich hab ihr dann erzählt, dass ihr 8-Wochen-Plan immer wie ein erhobener Zeigefinger in meinem Hinterkopf schwebt. Ihr hat dieses Bild gar nicht gefallen, denn es soll ihrer Meinung nach kein Zwang sein, sondern ein "bunter Strauß an Möglichkeiten" ... und ich kann jeden Tag selbst entscheiden, welche Blume ich mir aussuche. 😂
Ich finde, das klingt zwar ein bisschen esoterisch, aber schön, oder?

... und doch ist nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen, denn mein größtes Manko kenn ich. Mein persönlicher Endgegner heißt Gemüse. Ich weiss, wie wichtig und wertvoll es ist. Trotzdem schmeckt mir kaum eines davon. Durch den 8-Wochen-Plan kamen allerdings zwei neue Sorten mit dazu: Paprika und Lauch (in Cremesuppen) - immerhin.
Genau das war aber auch der Grund, warum ich bei meiner Ernährung einen Plan gebraucht habe, der zu mir und meinen schwierigen Essgewohnheiten passt.
Mehr zu meinem komplizierten Verhältnis mit Gemüse kannst du in meinem Blog nachlesen unter Kartoffel-Lauch-Cremesuppe - Ein Rezept für Kinder und Gemüse-Anfänger

Wenn du dir jetzt denkst: Das schaff ich nie. Wo fang ich an? Welcher Ernährungsplan oder Sportart ist die passende für mich? Dann kann ich dir ein Coaching mit Jasmin nur empfehlen. Schau doch einfach mal auf ihrem Blog mit Podcast und Coaching-Angebot vorbei.
"Bei laufend optimistisch geht es nicht um entweder oder. Es geht um Laufen UND Gehpausen. Um Ziele UND Zweifel. Um Struktur UND Freiheit. Ich glaube daran, dass Bewegung stärken darf, statt zusätzlich Druck zu machen. Dass Routinen entstehen dürfen, die bleiben. Und dass jeder Mensch seinen eigenen Weg finden darf. Vielleicht brauchst du keinen neuen Plan? Vielleicht brauchst du einen neuen Blick auf dich selbst?"
Jasmin hat vor kurzem auch in mein Freundebuch geschrieben, ein Blick lohnt sich.

Bei einer Insulinresistenz reagieren die Körperzellen schlechter auf Insulin, der Zucker bleibt länger im Blut und der Körper kommt aus dem Gleichgewicht. Das passiert besonders bei viel Stress, Schlafmangel, Bewegungsmangel oder wenn sich die Hormone verändern.
Menschen mit ADHS haben laut Studien sowieso öfter Probleme mit dem Stoffwechsel: Heißhunger, unregelmäßiges Essen, Hunger auf Süßes und wenig Schlaf spielen dabei eine große Rolle. Auch der ständige Stress (wenn auch unbewusst) ist ein Faktor, denn das Stresshormon Cortisol verschlechtert die Wirkung von Insulin zusätzlich.
In den Wechseljahren kommt dann noch dazu, dass das Östrogen sinkt. Dieses Hormon schützt normalerweise den Stoffwechsel. Fehlt es, nimmt man leichter zu, vor allem am Bauch, und die Blutzuckerwerte steigen schneller an. Treffen ADHS und Wechseljahre zusammen, verstärkt sich dieser Effekt oft. Der Körper wird träger, der Hunger lauter und gesunde Routinen lassen sich noch schwerer durchhalten ... obwohl man eigentlich genau das bräuchte.
Ich war also gerade dabei meine Ernährung in den Griff zu bekommen. Fühlte mich richtig gut. Hatte keine (kaum) noch Heißhunger- oder Fressattacken. Der Muskelauf- und der Fettabbau lief gut, doch gefühlt hätte bei so viel was gerade richtig lief, auch deutlich mehr auf der Waage zu sehen sein müssen.
Mein Bauchgefühl war also genau richtig, als ich bei meinem letzten Herz & Blut Nachsorgetermin beim Hausarzt (Anfang Oktober 2025) darum gebeten hatte mein Blut auf Insolinresistenz zu checken. Das Ergebnis?
„Die Bauchspeicheldrüse arbeitet sehr viel, sie haben Insolinresistenz.“
Uff … bitte nicht noch eine Diagnose. Mein ADHS Hirn sprang sofort an. Eigentlich hätte ich an einem wichtigen Projekt weiterarbeiten müssen, doch ich wollte es ganz genau wissen ...
Ich war heillos überfordert und (wiedermal) so dankbar, dass ich meine Freundin Jasmin hatte. Auch bei ihr wurde vor einiger Zeit eine Insulinresistenz festgestellt. Sie hat mich überhaupt erst auf die Idee gebracht die Werte checken zu lassen. Sie ist gut informiert hat die Lebensstiländerung bereits hinter sich gebracht und ihre Werte so verbessern bzw. verändern können, dass der Glukosesensor einen wunderbaren Nüchternwert präsentieren konnte.
Das will ich auch. Und so haben wir uns wieder für ein Gespräch getroffen, haben über LowCarb am Abend gesprochen und einige Rezeptideen ausgetauscht. Viele meiner Routinen die ich mir bereits angeeignet hatte, konnte ich genau so lassen, wie sie waren: Regelmäßige Mahlzeiten, einen guten Abstand zwischen Abendessen und Frühstück ... ich war zuversichtlich, dass ich auch diese Hürde noch meistern würde ...
Gleichzeitig bin ich der Empfehlung meines Hausarztes nachgekommen und habe in der Apotheke ein Rezept für Metformin eingelöst. 2x 500 mg nehme ich nun seit einigen Wochen. Nebenwirken? Zum Glück keine.
Metformin ist ein Medikament zur Behandlung von Typ-2-Diabetes. Es senkt den Blutzucker, indem es in der Leber die Zuckerproduktion reduziert und die Wirkung des körpereigenen Insulins verbessert. Es kann außerdem dafür sorgen, dass Zucker langsamer aus dem Darm ins Blut gelangt. Metformin wird auch bei starker Insulinresistenz eingesetzt, wenn Ernährung und Bewegung nicht ausreichen. wikipedia.org
Ich fühle mich gut damit, das Medikament zu nutzen. Denn ich weiss, dass ich mein Gewicht schon vor der Einnahme der Tabletten im Griff hatte. Ich wünsche mir so sehr, dass ich mein Gewicht jetzt noch weiter reduzieren kann um ins Normalgewicht zu kommen, die Insulinresistenz zu besiegen und DANN, ja DANN, endlich ein normales Leben zu führen. Mit ganz normalen Essgewohnheiten ... ach wie schön wäre das ...
Darauf direkt einen leckern Bananen-Snack mit Mandelmus ... besser als jede Schokolade! 😍

Abnehmen ist durchaus eine Frage der Willensstärke. Ich glaube: Fühlt man sich mit dem eigenen Gewicht noch wohl, wird man nie den Willen aufbringen können wirklich abzunehmen. Erst wenn der Leidensdruck und Wille stark genug ist, wirklich etwas zu verändert, hat man auch die Kraft es wirklich durchzuziehen.
Trotzdem, und das ist noch viel wichtiger, gibt es so viele andere Faktoren, Schwangerschaften, Krankheiten und Schicksalschläge, die man beim besten Willen nicht einfach so überwinden kann. Manches braucht Zeit und Geduld.
Es ist eben manchmal nicht einfach nur „Iss mehr Gemüse“, es ist auch:
Lebe dein Leben so, wie du es dir schon immer gewünscht hast, denn du hast nur dieses eine.
Zum Schluss noch ein Satz, der sich bei mir eingeprägt hat. Er stammt aus der ARD-Doku über Franziska van Almsick:
Essstörungen sind nichts, was man "heilt". Sie sind wie ein Wecker, der anspringt und warnt, dass man gerade auf keinem guten Weg ist.
Ich höre meinen Wecker inzwischen schon, wenn er leise bimmelt. Ich brauch kein lautes Läuten mehr um zu merken, dass gerade etwas nicht rund läuft. Ich habe Routinen gefunden, die mir gut tun und mir das Leben ermöglichen, dass ich mir für mich gewünscht habe.
Vor einigen Tagen habe ich die YAZIO APP nach sooo vielen Jahren von meinem Handy gelöscht. Ich habe das Gefühl, ich brauche sie nicht mehr. Das war ein unglaubliches Gefühl.
Danke Jasmin. 🥹
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Mit 38 Jahren habe ich endlich Gewissheit erhalten: Ich bin ein Zebra. Ein Zebra in einer Welt voller Pferde.
In diesem ADHS Tagebuch möchte ich meine ganz persönliche Geschichte erzählen: Von der Diagnose im Dezember 2024, über den Umgang mit der Rastlosigkeit, der Essstörung, den Stimmungsschwankungen, den Depressionen und Schlafstörungen bis hin zu den Superkräften, die ADHS mit sich bringen kann.
Offen und ehrlich möchte ich erzählen was mich bewegt, was mir hilft oder eben nicht. Vor allem aber möchte ich darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist diesen emotionalen Overflow ernst zu nehmen. ADHS wird oft belächelt und als Modeerscheinung abgetan. Betroffene haben aber oft einen langen Leidensweg hinter sich, gerade wenn die Diagnose erst im Erwachsenenalter gestellt wird.
Im Menü unter "About" findest du alle Beiträge in meinem ADHS Tagebuch. Worüber ich schreibe? Die Themenliste ist lang. Was ich davon schaffe umzusetzen? Wir werden sehen. 🤣
Früher hatte ich Angst meine verrückte und bunte Seite als ADHS Zebra zu zeigen. Heute bin ich stolz darauf so zu sein, wie ich eben bin. Mit all meinen Macken, Ecken und Kanten. Denn wer ist schon normal?
Passend zur Blogserie hab ich eine kleine Motivreihe entworfen. z.B. ein Zebra mit Gedankenfeuerwerk oder 3 Statement-Sprüche "Stille ist anders", "Gedankenfeuerwerk" und "Special Edition".
In meinem Spreadshirt-Shop kannst du dir die Motive auf T-Shirts, Tassen oder Kissen drucken lassen und mich so bei meiner Arbeit als Bloggerin unterstützen.
Neuigkeiten bei shesmile? Über den Kreativticker wirst du es erfahren. Abonniere meinen Whatsapp-Kanal, Instagram-Channel oder Kreativletter.
Ich würd mich freuen.
Ich bin hoffnungslos hoffnungsvoll, Siebdruckerin, Mediengestalterin, Mompreneur, Gründerin und kreativer Kopf von shesmile. Ich lebe mit meinen zwei Töchtern und meinem Mann in Siebeneichen, dem schönsten Dorf in Bayern (Oberpfalz).
Hier auf meinem shesmile Blog findest du seit 2007 kreative Bastelideen, knallbunte Nähbeispiele, leckere Rezepte und jede Menge Optimismus. Ich schreibe offen über meine Brustkrebserkrankung und ADHS im Erwachsenenalter. Außerdem berichte ich in meinem Reisetagebuch von meinen Erlebnissen.
Lass dich von meinen Ideen begeistern und inspirieren. Nimm dir Zeit für die Dinge, die dich glücklich machen. Wenn nicht in diesem Leben, wann dann?

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