Eigentlich hätte dieser Wochenend-Trip schon vor einigen Wochen stattfinden sollen, doch wie das manchmal so ist (bei vier Familienmanagerinnen), da kommt schonmal was dazwischen. Doch dieses Wochenende war es endlich so weit. Wir starteten in eine weitere Runde "Mädelsauszeit". Diesmal an die Kampenwand. Seit 2018 fahren wir (fast) jedes Jahr zusammen in die Berge.

Der letzte Schultag vor den bayerischen Sommerferien war unser erster Reisetag. Nachdem die Kinder auf dem Weg zur Schule waren, hab ich meine letzten Dinge in den Koffer gepackt. Um 8 Uhr machten wir uns auf den Weg Richtung Süden. Der ADAC hat das Wochenende bereits als „staureichstes Wochenende des Jahres" angekündigt und so standen wir schon bald in einem ME:GA Stau (siehe Kennzeichen).
Doch das zähe Vorrankommen hat der guten Stimmung im Auto keinen Abbruch getan. GoogleMaps hat uns zuverlässig (und ohne viel Stehzeit) zum Urlaubsort gebracht.

Um 12 Uhr hatten wir unser Ziel erreicht: Berghotel & Chalets Adersberg ➚. Eine steile und enge Straße führt über viele Serpentinen nach oben. Doch es lohnt sich. Das Hotel bietet einen wunderschönen Panoramablick auf den Chiemsee und die umliegenden Berge der Chiemgauer Alpen.
Weil die Zimmer bei unserer Ankunft noch nicht bezugsfertig waren, wurden wir vom äußerst freundlichen Personal zum neuen Pool-, Sauna-, Wellnessbereich begleitet.

Aus den mitgebrachten Speisen wurde schnell ein Mittagsbuffet gezaubert, was keine Wünsche offen lässt: Obst, Gemüse, Wurst, Käse und eine am morgen von Melie noch frisch zubereitete Nachspeise aus Chia-Samen, Quark, Sahne, Erdbeersoße, Apfelmus und Schoko-Topping standen zur Auswahl. Lecker!
Nachdem uns eine weitere (sehr freundliche) Mitarbeiterin des Hotels Bescheid gegeben hat, dass die Zimmer bezugsfertig sind wollten wir natürlich direkt sehen wo und wie wir die nächsten 2 Nächte schlafen werden. Wir wurden nicht enttäuscht. Die Suite mit Bergblick sah zwar nicht so aus wie auf den Fotos, die uns bei Booking.com angezeigt wurden, aber wir waren sehr zufrieden.

Angekommen und Koffer ausgepackt. Jetzt wollten wir den ersten Tag und das schöne Wetter noch mehr nutzen als mit Rumliegen. So entschieden wir uns mit dem Auto zu einer 20 Minuten entfernt gelegenen Parkbucht am Prien (GoogleMaps) zu fahren und von dort aus knapp 15 Minuten zum Schoßrinn Wasserfall zu laufen.
Hinweis: Es gibt auch einen offiziellen "Wanderparkplatz Schoßrinn" (GoogleMaps) mit noch mehr Parkmöglichkeiten.
Am Wasserfall bzw. für die nassen und rutschigen Steine um den Wasserfall herum sind Wasserschuhe sehr zu empfehlen. Ich habe für solche Ausflüge immer meine Skinners Sockenschuhe ➚ dabei. Auch kann es nicht schaden Badekleidung und Handtuch einzupacken um unter dem beeindruckenden Wasserfall eine kalte Dusche zu nehmen.

Auf den Holzbänken oder den großen Steinen könnten man stundenlang sitzen und dem Naturkino zusehen. Die frische Luft und hohe Luftfeuchtigkeit tut wirklich unglaublich gut. Nicht umsonst trägt der Bereich um den Wasserfall auch den Namen "Frauenkraftplatz".
Auf der Website der Region Chiemsee heißt es dazu:
Rund 90 Meter stürzt das Wasser an der "Schoßrinn" in die Tiefe. Das Auffangbecken ist kreisrund, von dort aus führt der Weg des Wassers weiter zwischen großen Felsblöcken, bis ein zahmer Bach daraus geworden ist.
Der Platz gilt bei Einheimischen als Frauenkraftplatz und wird von vielen Frauen gerne aufgesucht, um innezuhalten und aufzutanken.
Die Schossrinn im Priental ist für viele Menschen ein Platz des "Loslassens" auf allen Ebenen, aber auch ein Platz zum Auftanken (ionisierte Luft durch Wassertropfen) und zum Hinhören mit allen Sinnen.
Von uns eine klare Empfehlung für diesen Ausflug!
Ein passendes Video kannst du bei Instagram oder YouTube ansehen.

Durch das Dachfenster in unserem Zimmer konnte ich zum Einschlafen die Sterne und nach dem Aufwachen die Morgenröte sehen. Obwohl es erst 6 Uhr war, hielt mich nichts mehr im Bett. Was für ein wunderschöner Sonnenaufgang über dem Chiemsee und die Chiemgauer Berge.
Ein passendes Video kannst du bei Instagram oder YouTube ansehen.
Nach und nach wurden auch meine Freundinnen wach. Melie sprang noch vor dem Frühstück in den Pool, Nadine und Simone gesellten sich mit einem Kaffee aus der Zimmer-Kaffeemaschine zu mir auf den Balkon.

Schon vor der Abreise hab ich eine Kleinigkeit als Geschenk für meine Freundinnen vorbereitet: Eine Special-Version meines neuen Reise-Bingos. Mit einem kleinen Brief hab ich es zusammen mit einem Rotbäckchen-Saft, einem Päckchen Magnesium und einem Kugelschreiber überreicht:
Liebe Wandermädels, mit (fast) 40 sind wir zwar nicht mehr die jüngsten Hüpfer, aber keine Sorge: Für unsere Wanderung habe ich für jede von uns einen Vitaminkick Shot und Power-Magnesium mitgebracht. Damit schaffen wir auch die steilste Kampenwand! Das Wichtigste ist allerdings immer schön kindisch zu bleiben. Also lasst uns ein Mädelswochenende Wander-Bingo spielen! Ich bin gespannt, ob wir es schaffen, alle Kästchen abzukreuzen. Auf ein unvergessliches Wochenende!
Ach was bin ich dankbar, so tolle Freundinnen zu haben.

Dem Hotelpersonal hatten wir bereits am Vortag Bescheid gegeben, dass wir wegen der Wanderung gerne schon etwas früher als geplant frühstücken möchten und so saßen wir bereits um 7:30 Uhr ungestört auf der Panoramaterrasse. Bei Traumwetter stand unserer Wanderung auf den Gipfel der Kampenwand nichts mehr im Weg. Weil das Wandergebiet aber touristisch oft sehr überlaufen ist und man am Gipfel anstehen muss um nach oben zu kommen, wollten wir gleich mit der ersten Bahn auf das Bergplateau fahren.
Alles lief nach Plan:

Ein wunderschöner Panoramaweg führt von der Bergstation der Kampenwandseilbahn, vorbei an der Kampenwandhütte des Deutschen Alpenvereins, dem KAB Bergkreuz, den Staffelstein Felsen bis zur Steinlingalm mit Gedenkkapelle. Direkt an der Alm startet der steile Wanderweg auf den Berggipfel. Vor dem Aufstieg kippten wir also unseren Rotbäckchen Vitaminkick auf Ex und marschierten los. 😂
Über Wiese, Steine und Geröll steil bergauf. Der Weg ist gut markiert mit rot-weiss-rot gestreiften Flaggen. Teilweise sind die Passagen wirklich steil und wir sind auf allen Vieren über die Steine, Spalten und Geröllfelder gewandert.

Bedeutet so viel wie "Wenn ich mit meinem dicken Bauch könnte, würde ich auf die Kampenwand gehen" ... und so standen wir da, ganz oben auf dem Ostgipfel der Kampenwand, neben dem größten Gipfelkreuz der Bayerischen Alpen und erinnerten uns an unsere Opas und Papas, die diesen Spruch nur zu gern erzählten. Sie wären sicher stolz auf uns gewesen. ❤

Wir blieben noch eine Weile auf dem Gipfel, schossen ettliche Erinnerungsfotos und kreuzten fleissig die ToSees unseres Reise-Bingo ab.
Die "Wander Woman T-Shirts" auf den Fotos haben wir übrigens via Spreadshirt ➚ schon vorab bestellt. Produkt und Farbe lassen sich ganz individuell anpassen.
Obwohl wir beim Aufstieg großen Respekt vor dem Abstieg hatten, gestaltete sich dieser doch einfach als gedacht.
Wieder auf dem Panoramaweg unten angekommen blieben wir auf ein kühles Getränk in der Steinling Alm und machten uns dann auf dem gleichen Weg zurück zur Bergstation der Kampenwandseilbahn.
Weil das Wetter gar so schön war und wir bis zum Abendessen noch genug Zeit hatten, blieben wir noch eine Weile in der Wiese vor der Bergstation sitzen: Aussicht genießen, den Gleitschirmfliegern beim Starten zusehen, Reden, Lachen, Entspannen.
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Bereits an Tag 1 (nach unserem Spaziergang zum Wasserfall) kehrten wir im urigen Wirtshaus "Zum Baumbach" (GoogleMaps) ein. Weil das Essen gar so lecker und die Preise super fair waren, konnten wir auch an Tag 2 nicht widerstehen.
Klare Empfehlung an dieser Stelle!

Den zweiten Abend liesen wir entspannt am Pool bzw. auf unserer Holzterrasse ausklingen. Bei guten Gesprächen lauschten wir dem Wind, den vorbeiziehenden Gewitterwolken und beobachteten das Blitz-Schauspiel am Horizont.
Eigentlich wäre noch ein Ausflug mit dem Schiff auf den Chiemsee bzw. die Herren- und Fraueninsel geplant gewesen. Doch der andauernde, starke Regen hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir frühstückten ausgiebig und machten uns dann direkt nach dem Frühstück auf den Weg zurück nach Hause.

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Ich bin hoffnungslos hoffnungsvoll, Siebdruckerin, Mediengestalterin, Mompreneur, Gründerin und kreativer Kopf von shesmile. Ich lebe mit meinen zwei Töchtern und meinem Mann in Siebeneichen, dem schönsten Dorf in Bayern (Oberpfalz).
Hier auf meinem shesmile Blog findest du seit 2007 kreative Bastelideen, knallbunte Nähbeispiele, leckere Rezepte und jede Menge Optimismus. Ich schreibe offen über meine Brustkrebserkrankung und ADHS im Erwachsenenalter. Außerdem berichte ich in meinem Reisetagebuch von meinen Erlebnissen.
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