Nach unserem Besuch in Notting Hill (Tag 11) schauen wir am Nachmittag noch in einer ganz besonderen Straße von London vorbei. Weil es thematisch aber so viel besser zum Abendessen von Tag 12 passt, fasse ich die beiden Highlights hier zu einem Beitrag zusammen:

Einmal wie die Beatles über den Zebrastreifen der Abbey Road laufen ... für viele Menschen ein Stück legendäre Musikgeschichte. Darum ist der Zebrastreifen in der Abbey Road bis heute ein Pilgerort für Beatles-Fans aus der ganzen Welt.
Das Titelbild für das Abbey Road Plattencover entstand am 8. August 1969 vor den Abbey Road Studios in London. Der Fotograf Ian MacMillan hatte nur wenige Minuten Zeit. Die Straße wurde dafür extra von einem Polizisten gesperrt. Die Idee dazu kam (aus der Not heraus, weil die Zeit drängte) von Paul McCartney. Das "schnelle" Cover wurde zu einem der berühmtesten der Musikgeschichte.
Die Beatles gehen auf dem Zebrastreifen von links nach rechts: George Harrison (in Jeans), Paul McCartney (barfuß und Zigarette in der rechten Hand), Ringo Starr (im schwarzen Anzug) und John Lennon (in weißem Anzug).
Lustige Sidenote: Die Tatsache, dass Paul McCartney barfuß unterwegs war, die Zigarette wohl in der falschen Hand hielt und das Kennzeichen auf dem "Fünten Beatle" im Hintergrund, wurde später zur "Paul is dead" Verschwörungstheorie: Manche glaubten, er sei durch einen Doppelgänger ersetzt worden und längst tot ...

Es gibt sogar eine "Abbey Road Crossing Webcam", die den Zebrastreifen rund um die Uhr abfilmt und online zeigt. Leider hab ich diese Info zu spät gelesen. Zu gerne hätte ich in diesem Blickwinkel gesehen, wie meine Tochter ein Rad über den Zebrastreifen schlägt ... oder wir beim 3. Versuch endlich ein passendes Foto im Kasten haben.
Denn auf der Straße war am Nachmittags um 15 Uhr einiges los. Auch mussten wir anstehen um überhaupt allein über den Zebrastreifen laufen zu können. Dazu kam, dass wir ja auch noch einen Fotografen brauchten, der uns beim Darüberlaufen filmt ... und geregnet hat es dann auch noch. Zum Frust der Kinder, die dann gar keine Lust mehr hatten ...
Doch ich liebe das perfekt-unperfekte Ergebnis sehr. Die bunten Schirme, das Auto im Hintergrund (leider kein Beatle, dafür ein Hyundai) ... und einer (ich) der das falsche Bein vorne hat. Herrlich. 😂
"Eine Notlösung wurde eines der berühmtesten Fotos der Popgeschichte: Auf einem Londoner Zebrastreifen spazieren die Beatles ihrem Ende entgegen, vor genau 50 Jahren - ein Cover und seine Geschichte." www.spiegel.de

Auf der offiziellen Website der Abbey Road Studios sind gleich mehrere ToDos für einen Besuch in der Straße aufgelistet:

Direkt neben den Abbey Road Studios befindet sich der Abbey Road Shop. "Celebrating the Album that named the Studios" steht auf einer Werbetafel über den Shirts, Pullis, Postkarten, Tassen und Magneten geschrieben. Auch hier wird, wie überall in London, alles touristisch völlig übertrieben und es gibt kein Souvenir, das es nicht gibt. Wir kaufen nichts, stöbern aber ein bisschen durch die Regale. Wirklich spannend und ein echtes Erlebnis.
Zum Schluss möchte ich den Fans der Beatles noch die Serie "The Beatles: Get Back" von Peter Jackson (Disney+) sehr empfehlen. In 3 Teilen, mit einer Dauer von je 2 bis 3 Stunden bekommt man spannende Einblicke in die letzten Aufnahmesessions der Band bis zum legendäre Rooftop Concert am 30. Januar 1969 auf dem Dach des Apple Corps-Hauptquartiers in London (GoogleMaps).
... die Doku zeigt die Herzlichkeit, die Kameradschaft und die kreative Genialität, die das Vermächtnis des Kult-Quartetts ausmachten - zusammengestellt aus über 60 Stunden noch nie gezeigtem Filmmaterial, das im Januar 1969 von Michael Lindsay-Hogg gedreht wurde, und mehr als 150 Stunden unveröffentlichtem Audiomaterial, welches auf brillante Weise restauriert wurde. Jackson ist die einzige Person, die in den letzten 50 Jahren Zugang zu diesen privaten Filmarchiven erhalten hat ... www.disneyplus.com

Ein echtes Highlight unserer London-Reise war sicherlich auch der Besuch im ersten Hard Rock Cafè der Welt. Wenn du mein Reisetagebuch schon länger verfolgst, weisst du, dass wir große Fans der Hard Rock Restauratkette sind.
Besucht habe ich bisher (Stand 2025): Berlin, Köln, Hamburg, München, Rom, Kopenhagen und Dublin ... schmerzhafterweise nicht Tromsø (obwohl unser Hotel gleich um die Ecke war ... ich verstehe es bis heute nicht) und eben London.
Sidenote: Nächstes Jahr auf unserer Reise durch Kalifornien soll dann noch San Francisco, Las Vegas und Los Angeles folgen. Das Hard Rock Cafè in Paris wurde leider geschlossen. Weshalb wir bei unserer Reise nach Frankreich kein Hard Rock Cafè besuchen werden.
Doch zurück nach London:
Das erste Hard Rock Cafe wurde am 14. Juni 1971 am Old Park Lane in London in den Räumlichkeiten einer ehemaligen Rolls-Royce-Vertretung von den beiden US-Amerikanern Isaac Tigrett und Peter Morton eröffnet.

Natürlich haben wir schon vorab einen Tisch zum Abendessen reserviert, denn ohne Reservierung hätten wir an diesem Abend keinen Platz bekommen.
Der freundliche Kellner fragt uns, ob wir denn wissen, dass das hier das erste Hard Rock Cafè der Welt ist ... aber wir sind ja eben aus genau diesem Grund hier. Er führt uns ein bisschen rum, zeigt uns die ersten beiden Ausstellungstücke (zwei Gitarren, von Eric Clapton und Pete Townshend 'The Who') und ein sehr wertvolles Handcut Logo der ikonischen Rolling Stones Zunge.
Außerdem erhalten wir Tickets für einen kostenlosen Besuch im "The Vault". Was das genau ist, sehen wir erst nach dem Essen, bei einem Besuch im Hard Rock Cafè Shop. Dieser befindet sich direkt im Haus nebenan.
Die Hard Rock Cafes sind nicht in erster Linie wegen ihres Essens, sondern vor allem wegen ihrer Atmosphäre bekannt. Die Kette verfügt mit ihren über 70.000 Ausstellungsstücken über die größte Musikexponatensammlung der Welt. Alle Ausstellungsstücke werden auf Auktionen gekauft oder direkt von Musikern zur Verfügung gestellt. So dienen unter anderem signierte Gitarren, Bühnenkleidung, seltene Fotos oder Goldene Schallplatten als Wanddekoration in den Cafes. wikipedia.org

Wir haben Glück, es ist nicht viel los und wir dürfen zusammen mit dem Guide einen Blick in "The Vault" werfen ... ein exklusiver Ausstellungsraum im Keller des Hard Rock Cafés Shops. Quasi der "geheime Tresor" der Rockgeschichte. Früher war dieser Bereich wohl wirklich ein Banktresor der Queen, heute stehen dort einige der wertvollsten und seltensten Stücke aus der Hard-Rock-Sammlung weltweit:
Selbst mein Mann, der sonst nicht sehr viel Wert auf Fotos von sich legt, möchte unbedingt mit seinem Shirt neben dem Schlagzeug von Bill Ward abgelichtet werden.
"These drums are part of a larger kit used by Black Sabbath drummer Bill Ward."
... steht auf der Tafel geschrieben. Ein tolles Erlebnis.
Anders als im Abbey Road Shop werden wir im Shop des Hard Rock Cafè fündig und meine Tochter nimmt sich einen T-Shirt Klassiker mit nach Hause.
Ich habe schon seit einigen Jahren die Angewohnheit, schöne Souvenirs lieber zu fotografieren, als sie zu kaufen. Deshalb findest du mein Tassen-Highlight etwas weiter unten in der Bildergalerie und nicht in meinem eh schon überfüllten Tassenregal.

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Ich bin hoffnungslos hoffnungsvoll, Siebdruckerin, Mediengestalterin, Mompreneur, Gründerin und kreativer Kopf von shesmile. Ich lebe mit meinen zwei Töchtern und meinem Mann in Siebeneichen, dem schönsten Dorf in Bayern (Oberpfalz).
Hier auf meinem shesmile Blog findest du seit 2007 kreative Bastelideen, knallbunte Nähbeispiele, leckere Rezepte und jede Menge Optimismus. Ich schreibe offen über meine Brustkrebserkrankung und ADHS im Erwachsenenalter. Außerdem berichte ich in meinem Reisetagebuch von meinen Erlebnissen.
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