Immer noch völlig aus dem Häuschen, weil wir wirklich Nordlichter sehen konnten, treten wir an Tag 14 schweren Herzens unsere Reise von Sakrisøy über Narvik zurück nach Tromsø an. Aber wenn wir eines auf unserer Reise gelernt haben, dann ist es, dass eine Autofahrt nicht einfach eine Autofahrt ist, sondern ein Abenteuer und ein echtes Erlebnis.
Mehr dazu im Blogbeitrag: Gut zu wissen - Die Top 10 Anfänger Fehler in Norwegen
Fast 600 km und 9 Stunden Fahrstrecke hatten wir an diesem Tag vor uns, doch die Fahrt verging wie im Flug. Der erste Teil der Strecke war identisch mit der Strecke, die wir in den letzten Tagen gefahren sind. Etwas wehmütig fuhren wir vorbei an Leknes (Tag 11), dem Wikingermuseum (Tag 10) und Kabelvåg (Tag 9).
Diesmal konnten wir die „Vågan-Kirke“ (GoogleMaps) sogar bei strahlend blauem Himmel fotografieren, statt wie auf der Hinfahrt bei strömendem Regen und eintönigem Grau in Grau.

Mit der Fahrt über die beeindruckende Hålogalandsbrua Brücke (GoogleMaps) hatten wir das erste Ziel erreicht.

Um uns (und vorallem meinem Mann als Fahrer) auf der langen Fahrt eine Pause zu gönnen haben wir den Zwischenstopp in Narvik vorher schon in die Reiseroute eingeplant. Mein geschichtlich sehr interessierter Ehemann wollte das Narvik Krigsmuseum (www.krigsmuseet.no) und den German Cemetry Soldatenfriedhof (GoogleMaps) besuchen.
Das Kriegsmuseum in Narvik erzählt die Geschichten des Krieges. In erster Linie geht es um den Angriff Nazi-Deutschlands auf Narvik und Norwegen im April 1940 und der darauffolgenden fünfjährigen Besatzungzeit, aber auch universelle Fragen über den Krieg und seine Folgen werden aufgeworfen. Mit innovativem Design, Fotografie, Film, Ton und Technologie bietet das Narvik War Museum Ausstellungen, die alle Altersgruppen einbeziehen und interessieren.
Die Ausstellungsstücke waren traurig, spannend und doch auch sehr beeindruckend. Nicht nur für meinen Mann, sondern auch für mich und die Kinder. Mehr Bilder findest du etwas weiter unten in der passenden Bildergalerie. Auf Bilder von den rießigen, von Hand genähten Flaggen mit applizierten Hakenkreuzen habe ich bewusst verzichtet ... man kann sich nur wünschen, dass sich so etwas grausames nie wieder wiederholt.

Weil das Wetter gar so schön war, haben wir nach dem Museumsbesuch noch eine Weile auf dem Spielplatz direkt neben dem Museum verbracht. Die Skulptur Trinigon (GoogleMaps) sticht besonders hervor. Die Spiegelflächen reflektieren nicht nur die Umgebung, sondern auch die Worte „Für Frieden und Freiheit“, die in die umliegenden Steine eingraviert sind. Das Freiheitsdenkmal wurde der Stadt Narvik 1995 von der norwegischen Regierung anlässlich des 50. Jahrestages der Befreiung 1945 geschenkt.
Zurück in der Zivilisation haben wir natürlich auch direkt bei Burger King zu Mittag gegessen. 😂 Im AMFI Narvik Malmporten Einkaufszentrum (GoogleMaps) stöberten wir uns außerdem durch ein Bastelgeschäft und fanden einen weiteren (Indoor)-Spielplatz.
Nach einem anschließenden Spaziergang über den Militärfriedhof in Narvik hatten dann auch wirklich alle genug Bewegung für den Moment und waren wieder froh im Auto zu sitzen um die restlichen 4 Stunden Autofahrt bis nach Tromsø durchzustehen - Ziel erreicht! 😉

2 Wochen waren wir inzwischen auf Reisen. Baden war seitdem nur im eiskalten Nordmeer möglich. Klar, jede Unterkunft hatte auch eine warme Dusche, aber baden ist (für mich) einfach nochmal ein ganz anderes Erlebnis. Ich liebe baden (!!!). Darum hat die Tatsache, dass das Familienzimmer im Radisson Blu Hotel Tromsø ➚ eine Badewanne hatte, eine extra Erwähnung (mit Bild) in diesem Beitrag verdient! ❤
Entspannen und Ausruhen stand nach der Ankunft ganz oben auf der ToDo-Liste. Immerhin hatten wir Nachts noch einen wichtigen Programmpunkt vor uns: Nordlichter bestaunen - diesmal mit den Kindern.
Mehr dazu im Reisetagebuch-Eintrag zu Tag 15 Tromsø mit Kindern - staunen, wandern, spielen und plantschen

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Ich bin hoffnungslos hoffnungsvoll, Siebdruckerin, Mediengestalterin, Mompreneur, Gründerin und kreativer Kopf von shesmile. Ich lebe mit meinen zwei Töchtern und meinem Mann in Siebeneichen, dem schönsten Dorf in Bayern (Oberpfalz).
Hier auf meinem shesmile Blog findest du seit 2007 kreative Bastelideen, knallbunte Nähbeispiele, leckere Rezepte und jede Menge Optimismus. Ich schreibe offen über meine Brustkrebserkrankung und ADHS im Erwachsenenalter. Außerdem berichte ich in meinem Reisetagebuch von meinen Erlebnissen.
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