Wenn wir mit einem nicht gerechnet haben, dann damit, dass wir bei einer 2-wöchigen Tour durch Dänemark 2 Wochen lang 20°C und Sonnenschein haben. Es war oft windig und vereinzelt kamen auch mal ein paar Tropfen vom Himmel, aber zum Großteil hatten wir traumhaftes Reisewetter. So auch an Tag 14.
Die Sonne grinste ins Zimmer und sagte damit: Los jetzt! Aufstehen! Heute ist der perfekte Tag für Tivoli Gardens!

Und so machen wir uns direkt nach dem Frühstück auf den Weg. Nur wenige Gehminuten von unserem Hotel entfernt, lag der Eingang zum Park. Eine lange Schlange bildete sich bereits, der Park hatte noch nicht geöffnet. Was aber geöffnet hatte, war der LEGO Store direkt neben dem Eingang.
Inzwischen ist der Besuch des LEGO Stores ein fester Bestandteil unserer Reisen geworden. Die Kinder lieben es ihre Pässe vorzuzeigen und landestypische Stempel einzustempeln bzw. einstempeln zu lassen. Dafür muss auch nichts gekauft werden.
Die ganze Familie liebt es sich die großen LEGO-Bauwerke (meist passend zur Stadt oder Region) anzusehen und dann mit dem Stempel als Belohnung wieder zu gehen.
In Dänemark (dem Ursprungsland des LEGO-Steins) haben wir am Ende der Reise zwei Doppelseiten voll mit Stempeln und der Unterschrift des LEGO Master Builder Legende Stuart Harris (Siehe Beitrag zu Tag 1) gesammelt.
Auf dem Foto fehlt nur noch der Stempel des LEGO Stores im Flughafens in Kopenhagen.

Das Besondere am Tivoli Freizeitpark: Der Eintritt in den Park ist vom Eintritt zu den Fahrgeschäften getrennt. Zuerst fanden wir diese Art der Abrechnung doof, doch im Laufe des Tages wurde uns immer klarer, warum das eigentlich total Sinn macht. Nicht jeder Besucher möchte die Fahrgeschäfte nutzen. Manchmal sind z.B. Omas und Opas auch nur zur Kinderbetreuung dabei, die sonst die teuren Fahrgeschäfte mitzahlen würden oder man möchte am Abend nur durch den Park flanieren, ohne ein Fahrgeschäft zu fahren ... immerhin liegt der Park mitten in Kopenhagen und ist gesäumt von Restaurants und Boutiquen.
Wir waren vor dem Besuch ziemlich überfordert, welcher Pass für uns der Richtige sein wird. Von daher hatten wir zuerst nur den Eintritt gebucht (um lange Wartezeiten zu vermeiden) und wollten vor Ort schauen, ob wir den "RidePass" kaufen oder die Fahrten lieber einzeln zahlen werden.
An der Einlasskontrolle meinte der Mitarbeiter dann, dass sich der "RidePass" (mit dem man alle Fahrgeschäft so oft fahren kann wie man möchte) bereits ab der 3. Fahrt lohnt. Ok, das schaffen wir sicher ... somit war auch klar, dass wir den "RidePass" zubuchen werden.
Die RidePass-Flatrate-Bändchen lassen sich schnell und einfach an einem der vielen Terminals direkt im Park nachbuchen. Check! So waren wir startklar für einen Tag im Park.

Wie immer, wenn wir in einem (neuen) Freizeitpark sind, arbeiten wir uns Anhand des Parkplans Stück für Stück durch. Was wir gefahren sind wird abgehakt, was wir nicht fahren wollen durchgestrichen. Der Tivoli Park ist überschaubar (anders als z.B. der umfangreiche Europa Park in Rust) man findet sich gut zurrecht und schafft es auf jeden Fall den Park an einem Tag abzulaufen.
Bereits an der Einlasskontrolle haben wir erfahren, dass man den Park jederzeit auch verlassen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder kommen kann. Ein Stempel am Handgelenk dient dann als Wieder-Eintrittskarte.

Eine Bahn für die ganze Familie ist die über 100 Jahre alte Holzachterbahn "Rutschebanen". Sie ist die "älteste in Betrieb befindliche Achterbahn Europas" und die drittälteste der Welt. Lange anstehen müssen wir nicht und so fahren wir die Rutschebanen immer und immer wieder.
Rutschebanen zählt zur Kategorie der Side-Friction-Achterbahnen, was bedeutet, dass die Züge keine Räder unter der Schiene haben. Da durch zu hohe Geschwindigkeit die Gefahr besteht, dass die Züge abheben und entgleisen können, fährt im Zug ein so genannter Bremser mit. Diese Person sorgt dafür, dass der Zug die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht überschreitet. Wikipedia
So einen "Bremser" hatte ich auch noch nie gesehen. An der Rutschebanen sind die Männer in rot-weiss-karierter Tracht gekleidet. Passend zum Bergpanorama durch das die Achterbahn rauscht. Die Bremser sitzen nicht etwa angeschnallt in der Gondel, sondern stehen bzw. sitzen mittig auf einem Hochstuhl auf der Bahn. Sie werfen bei den Wellen und Kurven die Beine in die Luft und veranstalten "eine mords Gaudi" - wie man in Bayern sagen würde.
Ein Rutschebanen Fahrtenvideo ➚ (mit einem weniger spaßigen Bremser) kannst du dir hier bei YouTube ansehen.
Einer der Bremser hat es uns besonders angetan. Mit den Worten "you're so iconic" hole ich mir (natürlich) ein Fangirl-Selfie. Sowas hätte ich mich früher nie getraut. Doch frei nach dem Motto ""Wenn nicht in diesem Leben, wann dann?" geht alles ...

... nach dem gleichen Motto bin ich auch mit meiner großen Tochter in den Freefalltower "Det Gyldne Tårn" (The Golden Tower) gestiegen. Ganz langsam wird man auf 63 Meter Höhe gezogen nur um dann in wenigen Sekunden in die Tiefe zu stürzen.
Ich hab geschrien, nach Luft geschnappt und in jeder Zelle an jeder Stelle meines Körpers LEBEN gespürt.
Es war, als hätte jemand den Emotionsdeckel geöffnet. Die Tränen sind nur so gelaufen. Ich lebe, ich hab den Krebs besiegt und bin immer noch da. Was für ein Adrenalinkick. In so einem Moment fühlt man sich unsterblich.
Buzz LightYear

Für die Fahrgeschäfte die sich im Kreis drehen ist der Papa zuständig, die schnellen Achterbahnen mit Looping fahre meist ich mit den Kindern. Mit 140 cm Körpergröße und 8 Jahren ist auch endlich die Kleine groß und alt genug um alle Achterbahnen fahren zu dürfen.
Nachts sind die Achterbahnen im Tivoli Garden besonders schön beleuchtet.
Bewegte Bilder von unserem Tag im Park findest du in meinem Youtube-Kanal oder in meinen Instagram-Reels.

Das berühmte Lichterspiel am Abend am See wollten wir eigentlich unbedingt sehen. Doch für das Lichterspiel UND das Kettenkarussell hätte die Zeit nicht mehr gereicht. Wir entscheiden uns für das Kettenkarussell und schaffen es gerade so in die letzte Fahrt.
Meine Töchter fahren mit, ich schaue ihnen von unten zu und mache Fotos und Videos.
Der Blick über das beleuchtete Kopenhagen und den märchenhaften Park soll mega gewesen sein. Ich war mit dem Adrenalinkick am Nachmittag noch beschäftigt (vertrage Fahrgeschäfte die sich nur im Kreis drehen leider gar nicht) und völlig fein damit, meinen Töchtern beim Drehen zuzusehen.
Der Star Flyer im Kopenhagener Tivoli galt mit über 80 Meter Höhe als größtes Kettenkarussell der Welt, bis ihn am 1. Mai 2010 in Wien der Praterturm mit 117 Metern als höchstes Karussell ablöste. Seither wurde diese Bestmarke im April 2013 vom Eclipse mit 120 Metern im Gröna Lund Vergnügungspark in Schweden, seit 25. Mai 2013 vom Texas SkyScreamer auf 122 Meter, seit dem 23. Mai 2014 vom NewEngland SkyScreamer auf 125 Meter und seit August 2020 durch den Allgäuflieger im deutschen Skyline Park auf die aktuelle Rekordhöhe von 142 Metern übertroffen. www.wikipedia.org

Am Ende des Tages hatten wir (bis auf die Lichtershow am See) alles geschafft, was wir schaffen wollten. Die ganze Familie hat die Zeit miteinander so genossen und als wäre der Tag mit der Abschlussfahrt im Star Flyer nicht eh schon perfekt gewesen, spielte bei unserer Ankunft am Hotel noch Livemusik in der Hotelbar. Ich LIEEEEBE LIVEMUSIK!
Der Papa geht mit den Mädels schonmal aufs Zimmer, ich bleibe noch eine Weile, lausche der Musik und genieße den Moment.
Ein Kurzvideo zum Auftritt kannst du auf meinem YouTube-Kanal oder in meinen Instagram-Reels ansehen.
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Unser Reisetagebuch der Dänemark-Rundreise mit der ganzen Familie: Mama, Papa und zwei Kinder (8 Jahre und 12 Jahre). Von Billund über Henne Strand, Løkken, Aarhus bis nach Kopenhagen. Einmal an der Nordsee- und Ostseeküste entlang! Vom 6. bis 21. August 2024.
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Ich würd mich freuen.
Ich bin hoffnungslos hoffnungsvoll, Siebdruckerin, Mediengestalterin, Mompreneur, Gründerin und kreativer Kopf von shesmile. Ich lebe mit meinen zwei Töchtern und meinem Mann in Siebeneichen, dem schönsten Dorf in Bayern (Oberpfalz).
Hier auf meinem shesmile Blog findest du seit 2007 kreative Bastelideen, knallbunte Nähbeispiele, leckere Rezepte und jede Menge Optimismus. Ich schreibe offen über meine Brustkrebserkrankung und ADHS im Erwachsenenalter. Außerdem berichte ich in meinem Reisetagebuch von meinen Erlebnissen.
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