Eigentlich sollte der Ausflug an Tag 2 auf den Resterkogel im Nachbarort gehen. Doch leider mussten wir feststellen, dass die Bergbahn auf den Resterkogel (Panoramabahn 1 und 2) noch in Revision war. Überhaupt schien die Region (obwohl es die zweite Pfingstferienwoche, Mitte Juni und Traumwetter war) noch im Frühjahrsschlaf zu sein. Keine Skisaison mehr, aber wohl auch noch nicht wirklich Sommer? Darum entschieden wir uns für die bereits geöffnete Wildkogel Bahn in Neukirchen.
Dieser Ausflug war der Grund, warum wir überhaupt in diese Region gefahren sind. Denn den Aufbau auf dem nächsten Foto hatten wir so oder so ähnlich auf der Freizeitmesse "Touristik & Garten" in Nürnberg gesehen. Beworben wurde die Region nicht nur weil sie landschaftlich einfach richtig schön war, sondern auch, weil es dort einen Rutschenwanderweg gab. Klang supergut und wollten wir gerne mal ausprobieren.
Dass sich am Ende des Tages herausstellte, dass es der "Rutschenweg der Hölle" war, konnte zu diesem Zeitpunkt aber noch niemand ahnen. 😂
Aber der Reihe nach ...

Auch an Tag 2 nutzen wir wieder unsere Nationalpark SommerCard und fuhren kostenlos mit der Wildkogel Bergbahn über die Mittelstation bis zur Bergstation auf rund 2100m Höhe. Unsere Autos liesen wir auf dem kostenlosen Parkplatz P4 (GoogleMaps) direkt an der Talstation stehen. Die Fahrt von der Unterkunft bis zur Talstation ist in unter 10 Minuten erledigt und kann auch mit dem öffentlichen Nahverkehr gemacht werden.
Auf der Bergstation angekommen sind die Kinder erstmal weg, denn der beeindruckende Panoramaspielplatz muss ausgetestet werden: Rutschen, Schaukeln, Hüpfkissen, Kletterspielzeug, Stangen zum Balancieren und jede Menge Liegen aus Holz laden zum Verweilen ein.
Wir bleiben eine Weile, machen Brotzeit und orientieren uns.
Dadurch, dass wir ja eigentlich den anderen Gipfel zuerst erkunden wollten, war ich schlecht vorbereitet und musste erstmal schauen wo wir auf diesem Berg eine schöne, kleine, feine Wanderung machen konnten, bevor es dann am Nachmittag wieder talwärts zum Rutschenwanderweg geht. Doch mit der Komoot-App ist das alles kein Problem. Schnell war klar, wir werden zum Braunkogel Speicherteich laufen - sudernden Kindern zum Trotz!

Es sind nur etwa 1,5 km bis zum Speicherteich und dennoch laufen wir gut 40 Minuten. Wir machen Halt am Fotopoint-Panorama-Rahmen der Wildkogel-Arena mit Blick auf den markanten "Großen Rettenstein", staunen über die Blumenvielfalt am Wegesrand und werfen einen Blick in die Wolkenstein Kapelle "Maria im Schnee" von 1994.
Der markante, felsige Berg im Hintergrund ist der Große Rettenstein (2.366 m). Er liegt in den Kitzbüheler Alpen an der Grenze zwischen Salzburg und Tirol und ist besonders durch seine ungewöhnlich zerklüftete, fast dolomitenartige Erscheinung bekannt – was ihn von den ansonsten eher sanften Kitzbüheler Grasbergen stark abhebt.

Schon seit einiger Zeit tragen die Kinder ihre Getränke, Wechselklamotten oder Badesachen selbst, wenn wir wandern gehen. Beide sind mit ihren VAUDE Rucksack für Kinder in blau und pink ➚ sehr zufrieden.
Bei unserer Ankunft am See sind wir fast allein. Der Ausblick und das Ambiente am Speicherteich ist eine echte Wucht!!! Der Blick auf die schneebedeckte Bergwelt der Venedigergruppe ist einfach der Oberhammer! Die Wolken und Berge spiegeln sich im Wasser. Ein echtes Postkartenmotiv.
Das Beste: Um den Speicherteich ist ein Wanderweg mit Sitzbänken und Rastplätzen angelegt. So lassen sich wunderschöne Panoramafotos schießen. Siehe Titelbild. Ein schmaler Schotterweg führt sogar direkt zum Wasser. Das Baden im See ist allerdings verboten. Dafür entdecken wir dicke braune Kröten und Fische.
Der Speicherteich scheint erst ganz neu angelegt worden zu sein, denn auf GoogleMaps ist er im Juni 2025 noch gar nicht zu sehen.

Weil das Wetter und die Landschaft gar so schön ist, packen meine Freundin und ich unsere zuletzt selbstgenähten Smartkram Handytaschen aus und lassen von meiner Tochter ein paar schöne Fotos knipsen. Auf das nächste Cover der Vogue schaffen wir es vermutlich nicht, aber auf meinem Instagram-Kanal werde ich die Bilder sicher noch präsentieren ... vielleicht ja dann, wenn ich das neue Innenleben-AddOn vorstellen werde. 🤭
Die Nähanleitung samt Schnittmuster findest du in meinem shesmile-Shop unter www.shop.shesmile.de/naehanleitungen-schnittmuster/handytasche-smartkram

"Wenn der Weg schön ist, lass uns nicht fragen wohin er führt" ... gefragt haben die Kinder zwar sehr oft, mussten dann aber doch auch feststellen, dass sich der laaaange Weg doch gelohnt hat.
Kennst du das? Du blickst auf ein wunderschönes Bergpanorama und möchtest gerne wissen wie die Gipfel heißen oder wie hoch die Berge sind? Dann hab ich eine App-Empfehlung für dich. Ich hab sie wiederum von meinem Bruder empfohlen bekommen und möchte sie nicht mehr missen.
PeakFinder nennt sie sich, kostet im Apple App Store 5,99 EUR und ist wirklich jeden Cent wert! Unbezahlte Werbung aus Überzeugung.
Ich werde in meinem Reisetagebuch ab sofort öfter mal Bilder aus der App zeigen.
Mit PeakFinder kann von einem beliebigen Standort ein 360° Panorama angezeigt werden. Für das Zeichnen der Panoramen greift die Applikation auf ein integriertes Höhenmodell zu. Die Datenbank mit dem Bergnamen ist ebenfalls integriert. Somit benötigt PeakFinder keine Datenverbindung um deine Panoramasicht zu berechnen. www.peakfinder.com
... oder in meinen Worten:
⛰️ Handy ins Panorama halten.
⛰️ Bergkonturen ggf. zurrechtschieben.
⛰️ Die Gipfelschilder mit der integrierten Fotofunktion für später speichern oder direkt ablesen.
☀️ Extra Tipp: Optional lässt sich die Sonnenkurve einblenden. So siehst du direkt wo die Sonne auf- bzw. untergehen wird.
Ich bin schwer begeistert. So eine gute App für so wenig Geld! Danke.

Weil der Rückweg vom Speicherteich zur Bergstation den Kindern (wiedermal) zu langweilig war, haben wir uns kurzerhand ein Spiel überlegt. Es trägt den Namen "Wandertypen Pantomime" und ist schnell und einfach erklärt:
Man lässt sich verschiedene Wandertypen einfallen und läuft dann einige Schritte genau so, wie diese Gruppen von Menschen eben laufen ... ok, sorry, total klischeehaft aber wirklich lustig und die Zeit vergeht wie im Flug.

Nach dem äußerst leckeren Mittagessen im Aussichts-Bergrestaurant Wildkogel fahren wir mit der Bergbahn von der Bergstation bis zur Mittelstation. Unsere Freunde wandern den Weg. Etwa 1 Stunde ist man hier unterwegs und läuft einen echt schönen Panoramaweg. Wir wollten uns (der Kinder wegen) diesen zusätzlichen Weg jedoch sparen.
An der Mittelstation wieder vereint, liefen wir zur Mattenausgabe und dann weiter zum Eingang des Rutschenwegs. Der obligatorische Filzteppich kostet 3€ pro Person. Voller Vorfreude laufen wir zur ersten Rutsche. Über insgesamt 10 Rutschen kann man den Weg von der Mittelstation bis zum Gasthaus Stockenbaum von nun an rutschen und/oder wandern.
Auf der offiziellen Website heißt es so schön:
An der Mittelstation der Wildkogelbahn wartet das große Highlight in den Ferien: Auf dem Rutschenwanderweg macht Wandern mit kleinen und großen Kindern in den Salzburger Bergen richtig Spaß. Bis zum Gasthof Stockenbaum trifft man auf zehn Edelstahlrutschen mit 22 bis 53 Metern Länge. Auf Rutschmatten geht es hinein ins Rutsch-Vergnügen.
Man verschwindet in Röhren, taucht in Mulden und flitzt über Wellen. Die Rutsche mit Freifalleffekt entlockt so manchen Überraschungsschrei.
Dann kommen wir mal zum "Überraschungsschrei" ... 🤣

Die erste Rutsche klappte noch ganz gut, doch bei der zweiten Rutsche, komme ich mit meinem Oberschenkel vom Teppich ab und schürfe mit der blanken Haut ein ganzes Stück über die heiße Rutsche. Ein rund 10 cm großer Bereich brennt wie Feuer auf der Haut am Oberschenkel. Den Ellbogen schlage ich mir ebenfalls auf.
Hätte man mal vorher die Hinweise an der Rutschen lesen UND beachten sollen:
... die Rutschbahn kann sich bei hoher Sonneneinstrahlung erhitzen ... Arme und Ellbogen am Körper halten ... auf der Rutsche nicht bremsen oder anhalten und nur mit geeigneter Kleidung rutschen. Empfehlung: lange Hose, langes Shirt
Doch auch meine Freundin (mit langer Hose) schlittert mit dem Knie über die heiße Rutsche und schürft sich ein Loch in die Wanderhose aus Funktionsstoff ... und auch meine Tochter (zierlich und mit nicht ganz so dickem Hintern wie die Mama, kommt vom Teppich ab und verletzt sich an der Hand. Wie gut, dass wir das Fenistil Gel in der Medikamententasche ZipKram immer dabei haben.
Ich habe nach der 2. Rutsche aufgehört zu rutschen, weil ich bei 30°C und Sonnenschein leider keine lange Hose dabei hatte. Meine Tochter hat die letzten Rutschen schwitzend in langer Regenhose und Winterjacke gerutscht. So hat es gut geklappt.
Ich finde die Umsetzung des Rutschenwegs wirklich richtig gut. Es sind leichte, mittlere und schwierige Rutschen dabei ... glaube aber, dass es bei Hitze keine gute Idee ist den Rutschenweg zu besuchen. Leider.

Der Rutschenweg endet am Alpengasthof Stockenbaum (GoogleMaps). Insgesamt 2 Stunden haben wir auf dem Rutschenweg verbracht. Der Alpengasthof ist etwa 1 Stunde Fußweg vom Wanderparkplatz bzw. der Wildkogel Bergbahn Talstation entfernt. Wir wandern allerdings nicht, sondern lassen uns vom Wanderbus Berkeley Wandertaxi zurück zum Auto bzw. zum Wanderparkplatz fahren.
Je nachdem, wie viele Wanderer gerade diesen Service nutzen wollen, dauert es 10 bis 30 Minuten bis man an der Reihe ist. Die Wartezeit lässt sich allerdings wunderbar im Alpengasthof oder auf dem Spielplatz daneben verbringen.
Das Wandertaxi ist für Nationalpark SommerCard Besitzer kostenlos. Bei nur vier Personen kostet das Taxi trotzdem 5€ Aufpreis. Ansonsten kostet das Taxi 25 € für 4 Personen und 35 € für 5-8 Personen. (Stand Juni 2025)
Zurück in der Unterkunft lassen wir den Abend in der Pool- und Saunalandschaft des Hotels ausklingen und machen gemeinsam an unserem großen Holztisch der Wohnküche zusammen Abendessen. Zwei große Pfannen Schinkennudeln ... die haben wir uns verdient! ❤
Angefertigte Einzelstücke dürfen gewerblich verkauft werden. Buche dafür eine Gewerbelizenz.
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Unser Reisetagebuch zum Wanderurlaub mit einer befreundeten Familie: Eine Woche zu Besuch in der Wildkogel Arena in Österreich. 2 Familien, 4 Erwachsene und 3 Kinder (9, 12 und 13 Jahre). Vom 14. bis 21. Juni 2025.
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Ich würd mich freuen.
Ich bin hoffnungslos hoffnungsvoll, Siebdruckerin, Mediengestalterin, Mompreneur, Gründerin und kreativer Kopf von shesmile. Ich lebe mit meinen zwei Töchtern und meinem Mann in Siebeneichen, dem schönsten Dorf in Bayern (Oberpfalz).
Hier auf meinem shesmile Blog findest du seit 2007 kreative Bastelideen, knallbunte Nähbeispiele, leckere Rezepte und jede Menge Optimismus. Ich schreibe offen über meine Brustkrebserkrankung und ADHS im Erwachsenenalter. Außerdem berichte ich in meinem Reisetagebuch von meinen Erlebnissen.
Lass dich von meinen Ideen begeistern und inspirieren. Nimm dir Zeit für die Dinge, die dich glücklich machen. Wenn nicht in diesem Leben, wann dann?

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