Bevor es für uns nach Amerika ging haben wir einige Vorkehrungen getroffen, die uns die Reise ein Stück einfacher und leichter gemacht haben.
Manches davon ist Pflicht, anderes ist optional. Wir würden aber alles genau so wieder machen.

Den ESTA-Antrag solltest du möglichst früh erledigen. Spätestens 72 Stunden vor der Abreise, besser aber schon einige Wochen oder Monate vorher. So bleibt genug Zeit, falls es Rückfragen gibt, oder du vor der Flugbuchung sicherstellen möchtest, dass der Einreise nichts im Wege steht.
Wichtige Dinge, die man außerdem automatisch mit dem ESTA-Antrag erledigt:
In einem extra Blogbeitrag zeige ich dir Schritt für Schritt, wie wir den Antrag für unsere vierköpfige Familie ausgefüllt haben, welche Felder häufig Fragen aufwerfen und welche kleinen Tipps uns das Ausfüllen deutlich erleichtert haben.
➡️ ESTA Antrag für die Familie - Hinweise & Tipps und zum Ausfüllen

Die Mobile Passport Control App, kurz MPC, ist eine kostenlose App der U.S. Customs and Border Protection und soll die Einreise in die USA etwas vereinfachen. Wenn du über einen teilnehmenden Flughafen einreist, solltest du dir die App vorab herunterladen und deine Passdaten schon in Ruhe hinterlegen.
Für Reisende aus dem Visa Waiver Program mit genehmigtem ESTA kann MPC eine praktische Abkürzung sein, weil man an teilnehmenden Flughäfen oft eine eigene Spur nutzen kann. Beachte dafür einfach die Hinweistafeln mit dem MPC-Logo. Unser Ankunftsflughafen in San Francisco bietet diesen Service an, deshalb haben wir die App schon vor der Reise vorbereitet.
Wichtig: Die App ersetzt weder Reisepass noch ESTA. Sie macht nur den Ablauf bei der Einreise in die USA etwas entspannter.
Ich werde im Reisetagebuch zu Tag 1 berichten, ob es so gut funktioniert hat, wie angekündigt.

Wie bereits für Norwegen, England und Dänemark haben wir auch für unsere USA-Reise wieder vorab Bargeld bei der www.reisebank.de bestellt. Klar, vieles lässt sich inzwischen mit Kreditkarte oder Apple Pay bezahlen. Trotzdem finden wir es beruhigend, ein paar Dollar in bar dabeizuhaben: für Trinkgeld, kleinere Ausgaben unterwegs oder Situationen, in denen eine Kreditkarte nicht akzeptiert wird.
Bei der Einreise kann außerdem abgefragt werden, ob man sich den Aufenthalt in den USA auch leisten kann. Dafür braucht man aber nicht zwingend Bargeld, auch Kreditkarte, Buchungen und ein plausibler Reiseplan gehören zum Gesamtbild.
Prüfe vor der Reise somit auch unbedingt das Limit deiner Kreditkarte. Gerade bei Hotels, Mietwagen und Kautionen kann schnell ein größerer Betrag blockiert werden. Auch eine zweite Kreditkarte, zum Beispiel vom Partner, kann nicht schaden. Sollte eine Karte gesperrt werden oder nicht funktionieren, hast du eine Alternative.
Wer die Flüge, wie wir, über Lufthansa bucht, kann außerdem über eine Miles & More Kreditkarte nachdenken. Je nach Flug und Tarif sammelt man dabei Meilen, die sich später für Prämien, Flüge oder andere Reisevorteile einlösen lassen.

Eine Auslandskrankenversicherung gehört bei einer USA-Reise zum Pflichtprogramm. In den USA kann eine ärztliche Behandlung nämlich schnell richtig teuer werden, vor allem wenn es nicht nur um eine kurze Untersuchung, sondern um Krankenhaus, Notaufnahme, Medikamente oder im schlimmsten Fall einen Rücktransport geht.
Abschließen kannst du so eine Versicherung online oder ganz klassisch im Versicherungsbüro deines Vertrauens. Achte dabei auf folgende Punkte:
Gerade bei einer Familienreise finde ich es beruhigend, wenn man im Ernstfall nicht erst lange suchen muss, sondern direkt weiß, welche Nummer man anrufen kann und welche Unterlagen gebraucht werden.
Unsere Versicherungsbestätigung und die Service-Karte habe ich einmal ausgedruckt und zusätzlich digital gespeichert. Außerdem haben wir uns vor der Reise notiert, welche Daten im Ernstfall wichtig sind: Versicherungsnummer, Namen der versicherten Personen, Geburtsdaten, Reisezeitraum und die Notrufnummer der Versicherung.
➡️ Unsere Wahl: ERK-56, Auslandskrankenversicherung der EUROPA Versicherung

Auch eine gut sortierte Reiseapotheke gehört unbedingt zur Reiseplanung dazu. Gerade mit Kindern ist es einfach beruhigend, wenn Fieberthermometer, Schmerzmittel, Pflaster, Desinfektionsspray, Elektrolyte, Mittel gegen Übelkeit, Durchfall, Mückenstiche und die persönlichen Medikamente direkt griffbereit sind.
Vor der Reise prüfe ich außerdem immer das Verfallsdatum, ergänze fehlende Dinge und achte darauf, was ins Handgepäck gehört. Die Kinder einmal wiegen und das Gewicht notieren kann für die korrekte Medikamentengabe auch nicht schaden.
➡️ Meine ausführliche Packliste, persönliche Erfahrungen und viele Tipps findest du im Blog unter Die perfekte Reiseapotheke für Urlaub mit Kindern

Für die Medikamente aus unserer Reiseapotheke habe ich zusätzlich eine ärztliche Bescheinigung eingeholt. Das ist zwar nicht für jedes Medikament zwingend nötig, gibt uns aber gerade bei einer Reise in die USA ein besseres Gefühl.
In der Bescheinigung stehen unser Reisezeitraum, das Reiseland, die mitgeführten Medikamente mit Wirkstoff, Dosierung und Menge sowie der Hinweis, dass alles nur für den persönlichen medizinischen Gebrauch bestimmt ist.
Wichtig ist außerdem, dass die Bescheinigung am besten auf Deutsch und Englisch ausgestellt ist und von der Arztpraxis unterschrieben und gestempelt wird.
Die Medikamente selbst packe ich dann zusammen mit dem Attest (und möglichst in der Originalverpackung) ins Handgepäck, damit bei der Kontrolle alles direkt nachvollziehbar ist.

Unseren Mietwagen für die 3 Wochen haben wir direkt via www.sixt.de gebucht. Weil hier das Preis-Leistungs-Verhältnis für uns einfach am besten war. Bei Europcar waren wir in England ziemlich enttäuscht, bei Sixt via Booking oder ADAC war der Preis einfach teurer.
Den Mautpass haben wir direkt mit dem Mietwagen mitgebucht. Damit konnten wir die Maut- und Schnellstraßen in den USA (z.B. die Straße über die Golden Gate Bridge) beliebig oft nutzen und mussten uns dazu keine Gedanken machen.
Mit der Sixt-App spart man bei der Abholung nicht nur extrem viel Zeit, sondern hat gleich 3 wertvolle Vorteile:
Ich werde im Reisetagebuch zu Tag 1 berichten, ob es so gut funktioniert hat, wie angekündigt.

Wo wir schon direkt bei der Fahrerlaubnis sind: Grundsätzlich reicht dein deutscher Führerschein aus, um in Kalifornien einen Mietwagen zu fahren. Als Tourist darfst du dort mit einem gültigen deutschen Führerschein Auto fahren und ein internationaler Führerschein ist gesetzlich nicht vorgeschrieben.
Trotzdem kann es sinnvoll sein, ihn vorsichtshalber zu beantragen. Manche Mietwagenfirmen empfehlen oder verlangen ihn zusätzlich, weil er als offizielle Übersetzung deines deutschen Führerscheins dient. In der Praxis wird er zwar selten kontrolliert, kann aber Diskussionen bei der Mietwagenabholung, einer Polizeikontrolle oder im Schadensfall vermeiden.
Wichtig ist: Der internationale Führerschein gilt nur zusammen mit deinem deutschen Führerschein. Nimm also immer beide Führerscheine, deinen Reisepass und eine Kreditkarte auf den Namen des Fahrers mit.

In den USA passen deutsche Stecker nicht in die Steckdosen. Du solltest deshalb rechtzeitig einen passenden Reiseadapter bestellen. Weil wir zum Laden unserer Geräte eh schon Mehrfachstecker für die ganze Familie haben, reichte für uns ein einfacher Steckdosenadapter ohne zusätzliche Anschlüsse. Wenn das bei dir nicht der Fall ist, dann lohnt sich ein Steckdosenadapter mit integrierten USB-Anschlüssen. So kannst du Smartphone, Kamera, Smartwatch und Powerbank gleichzeitig laden.
➡️ Einfacher Steckdosenadapter: amazon/B0gUP6Koj ➚
➡️ Einfacher Steckdosenadapter mit 4-Fach-USB: amzn.to/4w8A1Zx ➚

Da die USA nicht zum EU-Roaming gehören, solltest du vor der Reise unbedingt deinen Handyvertrag und die Roaming-Kosten prüfen.
Ich nutze congstar und kann dort vorab auf der Roaming-Seite das Reiseland auswählen und sehen, welche Konditionen oder Datenpässe für die USA verfügbar sind:
Für unsere USA-Reise werden wir den Datenpass mit 50 GB für 4 Wochen für 30 € buchen. Das Gute daran: Ohne gebuchten Datenpass ist keine mobile Datennutzung möglich. So kann nicht plötzlich unbemerkt Datenvolumen verbraucht werden. Telefonie und SMS sollte man aber natürlich trotzdem im Blick haben.
Laut congstar wird man außerdem bei der Einreise per SMS über die möglichen Datenpässe informiert. Trotzdem finde ich es deutlich entspannter, das nicht erst nach der Landung zu klären, sondern vorher zu prüfen, ob Roaming freigeschaltet ist, welche Kosten entstehen können und ob sich vielleicht ein passender Datenpass oder eine zusätzliche eSIM für die Reise lohnt.
➡️ Meine Empfehlung: www.congstar.de/hilfe-service/roaming/

Haltet uns für paranoid oder panisch, aber mein Mann hat bei seinen Vorbereitungen auch den Hinweis gefunden, dass es gut wäre seine Koffer komplett mit einem TSA-Schloss abzuriegeln. Und zwar nicht nur am großen Hauptfach, sondern auch an den kleineren Außentaschen. Denn es geht nicht nur darum, dass uns jemand beklaut, sondern auch darum, dass uns niemand etwas zusteckt.
Warum gerade ein TSA-Schloss? Sollte euer Koffer bei der Einreise oder einem Sicherheitscheck kontrolliert werden, können die Mitarbeiter der TSA (Transportation Security Administration, die US-amerikanische Bundesbehörde für Transportsicherheit) das Schloss mit einem speziellen Schlüssel öffnen und anschließend wieder verschließen. Verwendest du stattdessen ein normales Vorhängeschloss, kann es sein, dass dieses für die Kontrolle aufgebrochen werden muss.
Die gute Nachricht: Viele neuere Markenkoffer besitzen bereits ein integriertes TSA-Schloss. Also einfach rechtzeitig prüfen, ob das der Fall ist und ansonsten ein passendes Vorhängeschloss günstig nachrüsten.
➡️ Meine Empfehlung: amzn.to/43QEYdE ➚

Wenn die Reiseroute steht und du bereits weisst, wann du an welchem Ort sein wirst, solltest du beliebte Shows und Veranstaltungen am besten schon im Voraus reservieren. Folgende Tickets haben wir schon Monate vor unserem Reiseantritt gebucht, denn spontan geht bei vielen Erlebnissen leider oft gar nichts:
Beim Whale Watching waren bei unserer Buchung (6 Monate vorher!) z.B. nur noch 6 Plätze übrig. Da hatten meine Tochter und ich wirklich Glück ... oder einfach gut geplant und rechtzeitig reagiert.
➡️ Noch mehr Details dazu, was wir bei der Reiseroute und den Flügen beachtet haben, kannst du im Reisetagebuch-Eintrag zur Reiseroute nachlesen: Kalifornien-Roadtrip mit den Kindern (Reiseroute und Ausflugsziele)

Womit wir auch schon beim letzten, aber sehr wichtigen Punkt wären: der Reiserücktritt- bzw. Reiseabbruchversicherung. Versicherungen spielen ja grundsätzlich immer mit der Angst, dass eine Situation eintreten könnte, von der man hofft, dass sie nie eintreten wird. Am Ende ist es also immer eine Frage, wie groß der mögliche Schaden wäre und ob man dafür wirklich eine Versicherung braucht?
Wir dachten in den letzten Jahren immer, dass wir mit unserer ADAC Reiserücktritt-Versicherung gut beraten sind. Als wir unsere 14-tägige Reise nach Paris im letzten Jahr aber zwei Wochen vor Reiseantritt stornieren mussten, war das für die Hotels via Booking.com zwar kein Problem ... auf den Kosten für alle Tickets sind wir jedoch sitzen geblieben. Ticketkäufe waren in unserer Versicherung nämlich nicht enthalten.
Stand bestimmt irgendwo im Kleingedruckten, hätten wir aber ehrlich gesagt nicht erwartet, weil die Versicherung wirklich teuer war.
Jedenfalls soll uns das in Zukunft nicht mehr passieren. Deshalb haben wir über die Versicherungsfrau unseres Vertrauens eine neue Versicherung abgeschlossen.
Klar: Je mehr man absichern möchte, desto teurer wird die Versicherung. Darum haben wir uns entschieden, nicht pauschal die komplette Reise zu versichern, sondern vor allem die Dinge, die sich nicht stornieren lassen. Also zum Beispiel Tickets für Shows, Ausflüge oder besondere Veranstaltungen.
Bei Unterkünften, Mietwagen und sogar beim Flug haben wir darauf geachtet, dass sich möglichst viel noch kurzfristig stornieren lässt. Wir haben also aus unserem Fehler gelernt und hoffen natürlich sehr, dass wir die Versicherung in diesem Jahr nicht brauchen werden.
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Unser Reisetagebuch zum Kalifornien-Roadtrip mit der ganzen Familie: Mama, Papa und zwei Kinder (10 und 14 Jahre). Von Bayern nach San Francisco, immer an der Westküste entlang, über Santa Cruz, Monterey, Big Sur, Pismo Beach, Santa Barbara, Malibu nach Los Angeles und über die Route 66 weiter bis nach Las Vegas und zurück nach Santa Monica. 3 Wochen von Ende August bis September 2026.
Wir haben große Pläne, mal sehen, was sich davon umsetzen lässt. 🙏
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Ich bin hoffnungslos hoffnungsvoll, Siebdruckerin, Mediengestalterin, Mompreneur, Gründerin und kreativer Kopf von shesmile. Ich lebe mit meinen zwei Töchtern und meinem Mann in Siebeneichen, dem schönsten Dorf in Bayern (Oberpfalz).
Hier auf meinem shesmile Blog findest du seit 2007 kreative Bastelideen, knallbunte Nähbeispiele, leckere Rezepte und jede Menge Optimismus. Ich schreibe offen über meine Brustkrebserkrankung und ADHS im Erwachsenenalter. Außerdem berichte ich in meinem Reisetagebuch von meinen Erlebnissen.
Lass dich von meinen Ideen begeistern und inspirieren. Nimm dir Zeit für die Dinge, die dich glücklich machen. Wenn nicht in diesem Leben, wann dann?

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